Fränkische Blut und Leberwürstchen auf Sauerkraut

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Schon mehrfach habe ich hier über  Sauerkrautgerichte berichtet.
Wir können es eh nicht verbergen und sind und bleiben die „German Crauts“,
nicht nur aus der oberflächlichen Sicht von Außen, sondern objektiv gesehen.

Eigentlich, eigentlich haben ja die Thommys, die Engländer und andere Seefahrtnationen dem Kraut zu seinem guten Ruf  verholfen. Denn es stellte sich heraus , daß Besatzungen, die eingemachtes Sauerkraut mit auf die Seereisen mitnahmen weitaus seltener unter Scorbut litten.
Denn durch die Milschsäurevergährung entsteht auch  Vitamin C und das verhindert die Vitaminmangelerscheinung „Skorbut“.Bevor man das erkannte,  galt nur Zitrone und Limette als Vitamin C Spender. Das war nun ein Durchbruch und so  bekam  Sauerkraut fast  den Ruf von Medizin und war dann nicht nur auf Schiffen recht begehrt.

Wir sehen also, gesund ist es.                                                                                                        Und so ist es bis heute geblieben.
Ich habe auch noch eine andere Theorie: der Körper merkt sich die Inhaltsstoffe unserer Nahrung. Und hat er einmal Sauerkraut probiert und verdaut, registriert und speichert er die Inhaltsstoffe.
Fehlt irgend was, dann gibt er uns das Signal per Appetit: Bitte iss mal wieder Sauerkraut.
Im Ernst ich glaube fest an diese Theorie!

In Deutschland gibt es seit jeher viele Sauerkrautanbaugebiete und ich selbst wohne auch in einem: Unterpleichfeld ist bekannt dafür.
Aber nicht zu vergleichen mit Anbaugebieten  wie den Fildern,  oder um Straubing usw.
Ganz beeindruckt war ich stets bei meinen Angeltörns auf Fehmarn, dort auf der Insel wird in Unmegen Weißkraut angebaut.
Und solche großen Köpfe wie dort habe ich wohl noch nie woanders gesehen.
http://www.unterpleichfeld.de/wordpress/?page_id=186

Sonst habe auch ich immer mal Sauerkraut selbst eingestampft, die letzten Jahre eigentlich kaum mehr, denn ich habe einen Bauernladen in Unterpleichfeld wo ich gutes offenes Fasskraut bekomme und nicht dieses Dosenzeugs.
Einfach unvergleichlich, so ein  Fasskraut und ein „totes“ Dosenkraut.

Hier einige Ratschläge zur Zubereitung:
1. Sauerkraut immer waschen!  je nachdem 2-3 mal
Sauerkraut ist nie mild… die Milchsäure sorg dafür. daher waschen dann ists nicht so sauer
2. Sauerkrautgewürze:
Salz, Pfeffer, Zucker, Kümmel( wer ihn mag) evtl in einem Teeei mitkochen
Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Zwiebel
Wein, Sekt, Champagner
Trauben, Ananas, Apfel
Fett: Schweineschmalz, Griebenschmalz, Resi Schmelz Margarine, Butter

3. Es darf bei Sauer nie die süße Komponenente fehlen, also immer Zuckern
4.  Kraut braucht Fett, es ist sonst stumpf, schmeckt nicht hat keinen Glanz
5. Kraut verträgt durchaus etwas „Suppenwürze“,  wer z. B. gg Fondor ist, wird auch etwas biologisches finden.
6. Einen unvergleichlich guten Geschmack erhält ein Sauerkraut durch das mitkochen von Rauchfleisch  : räucherbauch, Kaller, Gselchtem, Karreespeck etc
7.  Wenn du einmal ein besonders mildes Sauerkraut und zart im Geschmack möchtest, dann mußt du mal 250 gr. Butter statt Schmalz auf ein Kilo Kraut geben.  Du wirst sehen  es macht das Kraut sehr „elegant“,  fein im Geschmack.

Es kann auch eine gut geräucherte Wurstsorte sein

Meines benötige ich heute zu Fränkischen Blut und Leberwürstchen die ich gestern in einer guten Landmetzgerei frisch  und noch dampfend aus der Wurstküche bekam.

Also kann das Kraut vor sich hin köcheln…,

Wenn nicht ein Malheur passiert…. und man sich der holden Weiblichkeit im net zu lange widmet  und sich einlullen läßt, stimmts Fräulein X   Wink  lach

Man sieht also, auch einem Fachmann passiert schon mal ein Mißgeschick,
Schaden behoben  und neu aufgesetzt:

waschen :

Später werden die Blut und Leberwürstchen in etwas Salzwasser langsam erhitzt. Salz muß gut mit hinein , denn sonst holt sich das Wasser das aus den Würsten und die Würste sind ausgelaugt. Ähnlich macht man es ja bei  Weißwürstchen  das Wasser muß gesalzen sein, oder eine „Opferwurst“ opfern. Die platzt auf und das „Opfer“ würzt das Wasser vor. Folge :  die anderen Würste bleiben  geschmackig….

Und so schaut es angerichtet bei mir heute aus:

dazu siehe auch :
https://heutegibts.wordpress.com/2012/11/12/frankisches-sauerkraut-mit-rauchfleisch/
oder
https://heutegibts.wordpress.com/2013/08/24/heute-gibts-sauerkraut/

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7 Antworten zu Fränkische Blut und Leberwürstchen auf Sauerkraut

  1. Eulchen1943 schreibt:

    Gut das ich unschuldig bin am Anbrennen deines Essens. Ist ja ärgerlich, wenn man wieder von vorn anfangen muss.

    Sauerkraut esse ich auch gern, allerdings nehme ich das „tote“ Dosenkraut, aber schmecken tut mir das auch gut. Und als Beilage gibt es Bauch und Mettwürstchen und ich lasse immer fetten Speck und Zwiebeln aus, das kommt zum Ende ins Kraut und die Hälfte ins Kartoffelpürree.

    Kann ja nicht jeder so fachmännisch kochen wie unser Chefkoch… *lach*

    Grüßchen
    Eva ♥

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    • derbayerx schreibt:

      Eva,
      ich habe mir das gedacht, ich werde mir jetzt einen Rauchmelder in der Küche installieren
      denn es passiert immer wieder das einen das net „fesselt“ und man in Gespräche verwickelt wird und schon ist es geschehen.
      Probiere mal ein offenes Kraut, es sind Welten . Wirklich!

      Schönen Tag noch und
      LG Bernd

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  2. Annely schreibt:

    Ich essen gerne Sauerkraut und tanze gerne Polka… net ganz so schlimm , Sauerkraut ja, Polka , na!!!

    Sauerkraut mit einer Bratwurst ist schon gut , lieber aber Sauerkraut frisch geklaut aus der Schuessel , als ich als Kind noch zum Metzger geschickt wurde zum holen und dann Mama schimpfte dass der Metzger sie beschei…. , denn mein Bruder war auch nicht scheu und hat kurz reingelangt.
    Heute ganz selten , Es passt einfach nicht ganz so zum Subtropischen Klima in dem ich lebe
    Guten Appetit!

    Annely (Suedwest Florida)

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  3. anja zimtschnegge schreibt:

    Das ist in der kühlen jahreszeit eins unserer lieblingsessen ! leider werden die speckbrocken in der blutwurst bei unserem guten metzger immer dicker… aber trotzdem lecker und das sauerkraut darf auch aus der richtigen! dose kommen- ich würze es dann selber mit schmalz,zwiebel ,zucker, wacholder oder kümmel. grüsse von anja aus nürnberg

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    • derbayerx schreibt:

      ha,ha,
      das kommt ja gerade richtig….
      will diese oder nächste Woche mal wieder selbst Blut und Leberwürstchen machen…
      LG Bernd

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      • anja zimtschnegge schreibt:

        und machst du auch so viel speck rein ? aus berlin kenn ich die blutwurst von der konsistenz her feiner. ich find das draufbeissen auf die brocken nicht so angenehm…lg anja

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      • derbayerx schreibt:

        Ich komme ja aus Franken,
        das dürfte das Wurstschlaraffenland überhaupt sein überhaupt sein.
        Huer gibt es noch unzählige Wurstarten und Auslagen die bersten von vielen
        Regionalen Macharten. Hier wird teilweise noch von Ort zu Ort die Wurst ein wenig anders gemacht.
        Und an Blutwürsten gibt es hier noch die volle Auswahl , so daß man leicht 10, 15, 20 verschiedene Blutwurstsorten bekommen kann,
        die sich alle ein wenig unterscheiden.
        Unter den Blutwürstchen gibt es schon: Knäudel(i) mit gewürfeltem durchwachsenen Fleisch/Speck, Speckwurst im Ringel:nur Blut mit reinen feinen Speckwürfeln,
        kleine Blutwürschtli ähnlich wie Knäudeli nur anderer Darm usw usw

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