Fränkisches Sauerkraut mit Rauchfleisch

Heute gibts :

Passend zur tristen Novemberwitterung ist heute mein Appetit.

Es gibt heute ein Fränkisches Sauerkraut mit Rauchfleisch.
Einem Stück des Tamsweger Karreespecks  wird als mitgekocht.

Hier im Nachbarort vor der Stadt ist Unterpleichfeld ein Ort, der schon ewig lange als Krautanbaugebiet bekannt ist und deren Einwohner nicht umsonst gerne als „Krautsköpf“
bezeichnet werden. Vor kurzem war noch das „Unterpleichfelder Krautfest“ , nachstehend einige Bilder davon.

Zu Kraut kann man nichts schreiben ?

Oh, nein vieles gäbe es dazu zu sagen.  Immer wieder mache ich die Erfahrung daß im ländlichen Bereich, so z.B. in Landgasthöfen, Bauernwirtschaften, bei Schlachtschüßelessen
usw also überall dort wo es Hausmannskost gibt, das Sauerkraut eher sehr sehr derb daherkommt! Das ist oft nicht mehr als heißgemachtes Sauerkraut, ohne weitere Zutaten, ohne Gewürze ohne was drin, das es wohlschmeckend macht und nicht nur sauer.

Anders ist es dann, wenn das Sauerkraut mit Herz, Liebe und Verstand zubereitet wird.

Anfangen tuts damit wo man es her hat. Bis vor Jahren machte ich noch selbst für mich und andere Sauerkraut ein. Man muß unterscheiden zwischen offenem Sauerkraut und dem aus Dosen. Das in Dosen ist pasteurisiert und bereits erhitzt, gekocht worden. Anders das „Offene“., man bekommt es nur noch selten und es wird auch „Faßkraut“ genannt. Aber aufgepasst: so gibts zwar in so mancher Metzgerei offenes Kraut , aber das ist nichts anderes als welches aus einer 10 Liter Dose!

Der Unterschied zwischen einem Faßkraut und einem Dosenkraut ist schon groß und das schmeckt man.
Oft erhält man es auch auf Bauernmärkten/ Bauernläden teilweise bereits vorgewürzt.

Bevor man Sauerkraut kocht sollte man es immer probieren.
Dabei wird man feststellen daß es meist zu sauer ist. Ich wasche Sauerkraut immer 1- 2 mal ab je, nachdem wie sauer es war.
Das  Kraut in den Topf geben  und kaltes Wasser darüber laufen lassen, dabei auflockern .
Dann mit den Händen kurz durchdrücken, abgießen und das ganze nochmals wiederholen. Zuguterletzt kann es nun mit frisch zugegebenem Wasser aufgestezt werden.

Nun die Gewürze, die man gleich zu Anfang zugibt:

Auf 1  1/1 Dose  2 Zwiebeln klein schneiden, 2 Lorbeerblätter, Pfeffer,  3 Esslöffel Zucker, 1 Tl Salz, 2 Teelöffel  Kümmel ganz ( muß nicht aber er macht guten Geschmack , aber vor allem dient er der besseren Verdauung des Krauts).
Ganz wichtig:  es muß etwas Fett dazu !
Am besten ein ausgelassenes Schweinschmalz(!) 2-3 Esslöffel. Eine andere Alternative wäre Resi Schmelz  die vorzüglichen Geschmack und ein prima Farbe dem Kraut gibt.

Die edle Variante stammt von meiner lieben Mutter: sie gab zum Hl.Abend Sauerkraut für den Karpfen immer ein 250 Gramm Stück Butter auf eine gr. 1/1 Dose Sauerkraut. Die Butter  gibt ihm einen unvergleichlich milden , feinen Geschmack. Sagenhaft.

Natürlich kann man auch ein Rauchfleisch, ein Gselchts mitkochen , oder ein Eisbein zum Beispiel, aber aufpassen, das gibt nochmals Salz und Schärfe ab,
vor allem aber einen guten Geschmack. Natürlich kann man  die Beilagen wie das Geräucherte, das Rauchfleisch, die Knöchli oder Eisbeine auch separat neben dem Sauerkraut  kochen.

Und dazu passen tut gerne ein Kartoffelpürree, aber auch Salzkartoffeln, in Butter geschwenkte Kartoffeln oder ein einfacher Kartoffelstampf,
alle schön mit braun angeschmorten Zwiebeln darüber angerichtet.

Und so schauts aus:

Guten Appetit !

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