Krapfen, Berliner, Knieküchla Kiechla u. a.

Namen gibts  dafür  wie Sand  am Meer:

Krapfen

Berliner

Auszogne  Krapfen, Mutzen, Kniaküchla, Kniakücherl, Kiechla, Kiegla, Küchla, Streubele, Sträubla, Kirchweihkrapfen, Faschingskrapfen

Krapfen, Küchla oder Kiegla werden in Franken nicht nur in großer Zahl, sondern vor allem in vielen Variationen gebacken. Fast jede Region und zahlreiche Ortschaften haben sorgsam gepflegte, eigene Traditionen und Rezepturen. Neben den runden Krapfen mit Hiffenmarkfüllung gehören die „Ausgezogenen“ zu den bekanntesten und beliebtesten Vertretern ihrer Art.

Jede  Gegend  hat  einen  Namen  für  das  Schmalzgebäck,  denn  so  werden  diese  Krapfen da  oder  da genannt, je nach Landschaft. Hier  bei uns  gibt  es   gerade  in ländlichen  Gegenden  noch  sehr  viel  die  auszognenen Krapfen .

Die  eher  runde  Ballenform  fällt eher  unter  die  Rubrik  „Berliner “ und  sind in der Regel  gefüllt,  meist und  traditionell mit  Hiffenmarmelade. Und  die gezogenen  eher nicht.  Beide  Arten  werden  jedoch nach  dem  backen  reichliche mit Zucker oder  Puderzucker  bestreut.  Heute  sieht man  auch mal  welche  die  mit Fondantzucker, Schokolade oder  auch   Guss  überzogen  sind.

Hier nun  ein altbewährtes  Teigrezept:

1 kg Mehl 550
60 g Hefe  (  1 1/2 Päckchen )
0,4 l Milch.  gewärmt
5 Eier
200g Zucker
150 g Butter
80 g süße Sahne, gewärmt
4 Päckchen Vanillezucker
1 gute Prise Salz
ggf. etwas Arrakschnaps,  macht  den Teig lockerer

und  dann:

einen weichen Hefeteig herstellen. Dieser  ist  wirklich samtig  weich ! Wenn du den Eindruck  hast,  er ist  dir  zu  weich,  kannst  du  gerne  noch etwas Mehl unterarbeiten ( nicht  jedes  Mehl ist gleich ) vor dem abschlagen, also dem informbringen zur Teigkugel siehe Bild oben. Nun den Teig  30-45  min an warmen Ort gehen lassen. Den Teig aus  der  Schüßel nehmen kurz falten, also auf  dem Teigbrett  übereinander schlagen. Jetzt 15 min  ruhen  lassen. Dann kleine  Teigstücke  mit dem Schaber abstechen und  rund  wirken, leicht mit Fett bestreichen, zugedeckt kurz (15 min) gehen lassen, dann mit gefetteten Fingern ausziehen, indem man den Teigrand durch die Hand gleiten läßt, so daß innen ein dünnes Fenster entsteht, in das heiße Fett geben, 1-2mal übergießen, so daß die Krapfen auflaufen, aber nicht hart werden: wenn goldbraun, vorsichtig wenden, so daß kein Fett in die Mitte des Krapfens kommt, fertig backen. Krapfen sollen innen hell bleiben. Mit Zucker /Puderzucker bestreuen.

Dann sogleich abtropfen lassen und  mit  Zucker/ Puderzucker bestreuen

Zuvor  hatten  wir  die  Teigkugeln in  der Mitte  flachgedrückt und  einen  dicken  äußeren  Rand. Früher  haben  das  Omis  damit  gemacht,  daß  sie  den  Teig  über  das  Knie  gedrückt  haben, Heute  weniger zu  empfehlen  😉

Krapfen , Berliner

Da  lassen  wir  die  Teigkugeln   etwas  aufgehen und kommen  rund in  das  heiße  Fett,  ich benutzte  eine  Friteuse,  es geht  aber  auch  mit einem größeren Topf herauszubacken. Die Teigkugeln ebenfalls  wenden,  sobald  sie  Farbe  genommen  haben. Dann herausnehmen abtropfen lassen.

Krapfen , Berliner  werden  gefüllt , traditionell mit  Hiffenmarmelade.  Früher  sollen  dazu  zwei  runde  Teiglinge   verwendet  worden  sein. Auf  einen  kam  etwas  Marmelade dann Deckel  drauf , zusammengedrückt und  ausgestochen  für  einen  sauberen Rand. Heute  werden  Teigkugeln  geschliffen ,  die  ausgebacken  werden. Hinterher  werden  die  gebackenen Krapfen  dann mittels  einer  Spritze  mit  Marmelade  gefüllt. So  kenne  ich  es  nur und hab  das  heute auch  so  gemacht .

Und  meine Krapfen sahen dann so  aus:

Viel Spaß  beim Nachbacken !

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3 Antworten zu Krapfen, Berliner, Knieküchla Kiechla u. a.

  1. georgous schreibt:

    Das Zeug backe ich demnächst wieder traditionell nach dem Rosenmontagszug. Krebbelchen im Mutzenland.

    Gefällt mir

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