So macht man eine Leberknoedelsuppe

So  macht man  eine  Leberknoedelsuppe

Selbst  viele  Muttis   koennen  heutzutage keine  Leberknödel  mehr  machen.
In Wirtshäusern  ist  sie  vielfach  auch nicht mehr  auf  der  Karte,
seit  deutsche Wirtshäuser  mit  typischer  deutscher  Küche  und  heimischer  Kost immer  mehr  verschwinden.  Es  in  den Staedten  mehr  Pizzerien  und  Chinesen, Doenerlaeden  oder  Burger  Stores  gibt.
Und  die  Jugend so  erzogen ist,  dass  sie  bei Leber gleich igitt , igitt  macht.

Aber nicht  alle !
Da denke ich gleich an meine kleine Tochter,  deren Lieblingssuppe  von klein auf eine ordentliche

Leberknödelsuppe 

ist.
Und  sie  hat  von klein auf  auch immer  die  rohen Knoedelmasse  gekostet und  hernach  die Schlüssel  ausgeschleckt. Kinder  werden  eben  auch  durch  das Elternhaus geprägt und  ein  wenig  Erziehung schadet  auch  in Sachen Ernährung  nicht.

Also  dann legen  wir  mal  los.
Wir  brauchen :

Leber  gemahlen  (bekommst  du  frisch bei  deinem Metzger !)
oder
Schweineleber,  etwas  grünen Speck (  gibts  auch beim Metzger )
und  selbst  durch  den Wolf lassen
altbackene  Brötchen (  entweder  in  feine Scheiben oder  feine  Würfel  schneiden)
etwas  Semmelbroesel
Feinste  Zwiebelwuerfel (Brunnoise)
Eier

An Gewürzen :
Salz, Pfeffer, Majoran, Nelke , Piment, eine  wenig Speisewürze

Meine  Leberknödel unterscheiden sich  ein  wenig von  anderen,  sie  sind  leichter  und  nicht  so  hart .
Das  kommt  daher  dass  ich Geschnittene  Brötchen (oder  Weissbrot) verwende  und nicht  Weckmehl.
Denn   Weckmehl macht  sie  zu  “ Beton “  und  schwer.
Durch  geschnittene  Broetchen erhalten  sie zwar auch Bindung,  sind  aber  dann  leicht und auch lockerer.

Also,  zuerst  die  Leber  durch  den  Wolf lassen.  Der  Leber  sollte  etwa  25  %  gruener Speck zugefügt  werden und  mit  gewolft  werden. Der Speck macht  die Masse  geschmeidiger, gibt  Geschmack und Lockerheit  (  Wenn du sie fertig  beim Metzger  kaufst,  macht  er  das  bereits)
Die  gibt es  dann dort   fix und  fertig in Schalchen  zu kaufen’

Nun  die  gem. Leber  in  eine  Schüssel  geben, die  geschnittenen Brötchen,  die  Zwiebelwuerfelchen, dann  je  nach  Menge 1 Ei  ( auf etwa 300 gr  Leber 1  Ei )  bei mir  waren  es  heute  2.

Dann wird  gewuerzt,  mit : Salz, Pfeffer, Majoran,  etwas  gem Piment und Nelke,  etwas  Suppenwuerze.

Nun  alles  ordentlich  durchmischen und  10  min.  stehen lassen.  Dann die  Masse mit  den Händen ordentlich durcharbeiten und  mit  den Fingern zerdrücken,  damit  ensteht Bindung.

Inzwischen  hast  du einen  Topf mit Salzwasser,  einer  Zwiebel und  einem Lorbeerblatt  aufgestellt, worin  die Kloeschen abgekocht  werden.
Du drehst nun ein ein Probekloeschen ab und kochst es,  um  zu  sehen  ob  die  Masse  haelt und nicht  zerfällt.  ggf   mischt  du noch  etwas  Weckmehl  dazu , dann  sollten  sie halten.

Dann  kannst du  deine Kloeschen  abdrehen.
Gut  sind kleine  Schöpfkellen, mit denen  kannst  du  die Masse  portionieren wie  hier im Bild
zu  sehen, dann abdrehen  und alle  sind  dann gleich gross .

Ich selbst  forme  meine  Leberknoedel  lieber in Nockerlform.
Dazu brauchst du  einen  nasssen Loeffel,  nimmst Masse  aus  der Schuessel auf,  klatscht  sie auf die  flache Hand , feuchtest den Loeffel  kurz  an, nimmst  mit dem Loeffel die Masse  wieder  von den Hand  auf, wieder  auf  die Hand klatschen … das mehrmals  gemacht und  du  hast  ein Nockerl  mit dem Loeffel geformt,  das  du zuguterletzt in das Kochwasser  gleiten  laesst.

Das  Kochwasser nicht  sprudelnd kochen sondern nur simmern lassen.
Und  bitte nicht in deiner  fertigen  Suppe  abkochen,das  wuerde  deine  schoene  Suppe  “versauen und  eintrueben” daher immer  separat in  dem oben geschilderten Salzwasser abkochen.

Erst  beim Anrichten  kommen  sie  zur Suppe in den Teller  dazu , kommt  es  zur Hochzeit  von Suppe  und  Leberkloeschen.  Eigentlich  braucht  es nichts  ausser  etwas Petersilie  dazu, hier in unserer  Gegend  findet  man  oft noch  Schwimmerli  oder  sogenannte  Backerbsen in einer Leberknödelsuppe.

und  dann sollte  sie  so  aussehen:


Guten Appetit beim nachmachen !

siehe auch : https://heutegibts.wordpress.com/2013/10/09/heuts-gibts-bayerische-leberknodelsuppe/

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Eine Antwort zu So macht man eine Leberknoedelsuppe

  1. DerSilberneLoeffel schreibt:

    Manchmal, wenn ich besonders „faul“ bin, dann tauche ich einen größeren Eisportionierer (die, die in der Form einen „Auslöser“ haben) in die heiße Brühe und lasse da Klößchen direkt in die Brühe gleiten. Geht schneller, ist auch gleichmäßig. Geschmacklich ist kein Unterschied.

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