Cool im Sommer : Bratheringe mit ….

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Das sonnige Wetter  die angenehmen Temperaturen haben mich schon zuvor
zu Matjeshering animiert. Mit in der Auswahl waren auch Bratheringe , doch in einem Blog gekaufte Bratheringe ans Volk bringen?
Unter meiner Würde ?  nee!

Aber wenn, dann sollten sie schon selber gemacht sein.
Mindestens.

Wer macht denn schon selbst Bratheringe?
Ich.

Als ich vor einigen Jahren noch aktiv angelte ging es mir so wie jedem Angler:
man angelt nicht nur die ganz großen Hechte , die ganz großen  Karpfen oder die ganz großen Forellen, Schleien , Zander, Aale, Welse oder Waller.
Man angelt auch kleinere. Überwiegend kleinere….
Damit könnte man heutzutage als Angler seine Familie nicht ernähren. Zu oft kommt mam ohne den großen  Fang nach Hause.

Foto Wiki

Aber Kleinzeug fängt man immer, Rotaugen, Rotfedern, Karauschen usw.
Doch was will man damit ?
Das dachte ich mir oft, wenn mir an einem schönen  vielversprechenden Angelplatz  die Kleinfische die Würmer am  Haken, bestimmt für mächtige Fische,  wegknabberten.  Mann konnte es an den ganz ganz leichten Bewegungen des Schwimmers  mit dem geübten Auge bemerken. Der Schwimmer veränderte leicht Richtung, konnte auch schon mal fast unmerklich abtauchen, so zart zeigen sich die „Knabbereien“  der unbeliebten  der kleinen Weißfische.

An diesem Tag knabberten sie nicht nur, nein sie bissen gut und ein ums andere mal hatte ich schöne große Rotaugen am Haken. Was sollte ich damit? ich setzte sie zurück.  Es wäre gewiss ein großer Eimer voll gewesen, herrlich große Rotaugen.  Als meine Würmer, bestimmt für große edle Fische  zuneige gingen, hatte ich genug und die Nase voll, machte mich auf den Heimweg.
Als ich meine Utensilien aus dem Auto auspackte, kam ein ebenfalls angelnder Spezel vorbei.
Mit einem Petriheil begrüßte er mich, sah aber an meinem Gesicht, daß es mir nicht nach jubeln war. So erzählte ich  ihm von diesem „Rotaugen“ Platz den ich erwischt hatte.
Und ?
Und wo sind sie? Zeig mal!
Er fiel aus allen Wolken als ich ihm erzählte daß ich diese zurückgesetzt und nicht mitgenommen habe. Ein Eimer voll, sooo große Rotaugen….
Er schüttelte nur den Kopf.
Bernd morgen fahren wir da nochmal hin, zusammen und da holen wir die raus, denn eine Fangbeschränkung gibt es nicht für diese. Was willst du damit , fragte ich ihn und er sagte mir:

Bernd, Bratheringe machen, Bratheringe!

Aus Rotaugen Bratheringe , die sind tausendmal besser als aus dem gewöhnlichen Hering aus dem sie normal gemacht werden. So sagte mir der Spezel.  Ja aber die haben doch viele so dünne feine Gräten sage ich und erhalte die Antwort: Bernd du wirst sehen, wenn sie 2, 3 Tage im  Sud waren, sind sie weg, der Essig sorgt dafür. Also gingen wir anderntags los , um Rotaugen zu angeln, viele Rotaugen. Und sie bissen wie gestört, so daß wir schon bald wieder nach Hause konnten. Nun wurden sie ausgenommen,geputzt, gereinigt, geschuppt, Köpfe und Flossen abgeschnitten , gewaschen,
mit einem Tuch leicht abgetrocknet, abgetupft.

Dann wurden sie mit einer Würzmischung aus Salz , Pfeffer, Paprika, etwas Würzmittel, Selleriepulver, innen und außen gewürzt.
Dann  ging es zu wie beim Schnitzel panieren, wir hatten uns große Schüßeln mit  Ei, Mehl, Semmelbröseln nebeneinander gestellt . Zudem standen zwei große Bräter  mit Öl zum braten auf dem Herd.  Dann ging es los mit dem Panieren und die Rotaugen wanderten sogleich in das Fett der heißen Bräter.
Immer wieder gewendet, und beobachtet, bis sie die richtige Farbe hatten. dann heraus genommen und auf ein Blech gelegt mit Einwegpapier von der Rolle ausgelegt , wegen des Fettes.

Dann machten wir uns daran einen Sud zu kochen, in den wir die gebratenen Rotaugen einlegen. Aus Wasser, verschiedenen Essigen, Wacholderbeeren, Lorbeer, Salz, Pfeffer und Pimentkörnern aber auch Senfkörnern, Rohrzucker
bastelten wir einen großen Topf voller Sud. Er mußte etwas kräftiger abgeschmeckt werden als wie man ihn normal aus dem Glas kennt, denn der Fisch würde viel aufsaugen.
Tja , gut wenn einer schon Erfahrung damit hat!
Dann noch die gehobelten Zwiebeln mit hinein, einmal aufkochen lassen , fergtig.

Die   gebratenen Rotaugen kamen nun in  größere Plastikbehälter mit Deckel, wurden mit dem Sud übergossen bis sie bedeckt waren. Dann ab in den Kühlschrank. Eigentlich meinte mein Spezel wir sollten eine Woche warten, doch Tag für  Tag mußte ich nachsehen und jedesmal einen kosten.

Dann war die Woche vorbei und ich gab einen Einladung zu einem                   „Brathering Essen“
Alle,  ob Männlein oder Weiblein waren so begeistert, ja selbst die Kinder.
Und : die feinen Gräten der Rotaugen waren weg, einfach weg. So soll es auch mit den feinen Gräten  beim Hering sein , aus dem normalerweise die uns bekannten Bratheringe gemacht werden.

Und genau das wollte ich heute machen, selbst Bratheringe basteln in Erinnerung an die obige Episode. Nein nicht aus Rotaugen, ich angle nicht mehr. Sonern ich wollte mir eigens Heringe besorgen, grüne Heringe. Ich bekam keine. …
Leider.
Und so kann ich euch heute gar keine selbstgemachten Bratheringe präsentieren. Jetzt, beim schreiben bekam ich aber wieder fürchterlichen Appetit auf Bratheringe. Daher werde ich  morgen losziehen und fertige Bratheringe besorgen,  Pellkartoffeln oder Bratkartoffeln zubereiten.
Und ich werde die Bilder nachreichen, denn  ein kleines Happy End soll die Geschichte von den Bratheringen schon haben….

Das Happy End:


Die einen lieben Bratkartoffeln  und eine deftig würzige Salzgurke dazu:

Andere wieder bevorzugen eine schlichte Pellkartoffel dazu,
BITTE :



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