Genießer und Einkaufsreise in Franken

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Seit einiger Zeit hat mich das Backfieber erwischt.
Oder ist es doch ein Virus der mich befallen hat?
So zumindest prophezeite man es mir in einer FB Sauerteiggruppe als ich die ersten zwei , drei  Brote gebacken hatte.

In der Zwischenzeit habe ich  schon eine große Anzahl verschiedenster Brote gebacken und bekomme langsam Gefühl für die Teige und man attestiert mir daß meine Brote stetig besser würden.  Allerdings nur deshalb weil ich mich schon  stark mit der Materie befasse,  gerne Ratschläge annehme und mich stetig versuche zu verbessern.

Und ich weiß, daß man sich hohe Ziele setzen muß.  Kein Wunder also , daß es mich interessiert,  wer backt wo außergewöhnlich gutes Brot.

Und:  wie wird GUTES BROT  gemacht, wie muß , wie soll es gemacht werden. Ich weiß sehr wohl aus meiner Kindheit  wie Bäckereien  aussahen , wie es in Bäckerläden  gerochen, nein, geduftet hat, als ich als kleiner Junge Bäckereien betreten habe .

Heute ?

Ich weiß sehr wohl wie unterschiedlich alleine das Brot in den 4  in unmittelbarer Nähe befindlichen Bäckereien geschmeckt hat. Wie wir Kinder uns über eine noch warme Stolle duftenden Brotes hergemacht haben und es blank wie es war  fast komplett verputzten , ehe uns ein Donnerwetter  der Mutter traf.

Heute?

All das und noch vielmehr brachte mich dazu es doch mal zu versuchen und selbst Brot zu backen. Und zusammen mit der unvergessenen Sabine Mayr begannen wir zuerst einen Sauerteig zu züchten und daraus die ersten Brotbackversuche zu starten . Attestiert von vielen Ratschlägen erfahrener Hasen wie Herbert Korschel oder Marlene Lang und vielen anderen .

Irgendwann reicht es einem dann nicht mehr aus,  gängige Supermarktmehle zu verwenden. Zudem gibt es ja  dort Brotrelvante Mehle so gut wie gar nicht.
Dann ging es in Drogeriemärkte oder Reformhäuser, denn dort war die Auswahl und Vielfalt größer , und das sogar in Bioqualität . Aber man ist  bald auf der Suche nach anderen, nach optimalen Bezugsquellen für  Mehle,  die man zum backen der verschiedensten  Brotsorten benötigt. Und das werden dann immer mehr Sorten, je weiter man sich in das Brotbacken vertieft.

Was man macht man in so einem Fall?
Man informiert sich im Internet und man befragt sich bei erfahrenen Backfreaks nach Mühlen , nach Müllern.
So auch ich.

Auch meine Schwester habe ich immer wieder in meine neue Passion  eingeweiht und  mit ihr und anderen über die schlimme Situation  im deutschen Bäckerhandwerk und dem enormen Verlust an Qualität und Vielfalt unterhalten….  Und so entschlossen wir uns bei Gelegenheit einmal entprechende Mühlen oder Bäcker, die mit traditioneller  handwerklicher Machart und höchsten Qualitätsansprüchen zu besuchen. Und  sich dort mit Mehl  und Zutaten einzudecken.

Wie schön, wenn man dann bei der Recherche einen Artikel der Süddeutschen Zeitung findet, in dem ein Bäcker – Unikum vorgestellt wird und zugleich die Mühle , die diesen Bäcker mit Mehlen versorgt. Und beide nur wenig Kilometer voneinander entfernt.
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/38997/Ein-Traum-in-Weiss

Na wenn das nicht dazu reizt, einmal eine „Genießer Reise „ auf der Suche nach hochwertigen Backmehlen  und dabei einen  der besten Qualitätsbäcker im Lande zu besuchen.

Und da Kräuter in der Küche unabdingbar sind einigten wir uns darauf , auf der Rückfahrt einen der führensten  Kräuter und Jungpflanzen Gärtnereien zu besuchen. Jeder,  jeder wird schon eine Kräuterpflanze dieses Betriebes auf dem Fensterbrett stehen gehabt haben.  Hektar um Hektar  an Glashäusern werden diese Kräuter  dort ausgesäät und gehen dann in die Supermärkte der ganzen Republik: ob  Schnittlauch, Basilikum, Petersilie usw.  aber auch Pflänzchen aller Art gehen von dort zu Gärtnern oder in Garten und Pflanzencenter ins ganze Land, Lastzugweise , Tag und Nacht.

Einige hundert Meter weiter ein traditioneller Pflanzen und Kräuterbetrieb.
Der Senior nimmt uns in Empfang, erkennt meine Passion für eher alte Sorten,  für ursprüngliche Kräuter, Raritäten aber auch urwüchsige Sorten.
Bei ihm sind keine Hybrid und Powersorten  aus dem Labor.
Nein, eine Ansammlung von hunderten von Kräutern der verschiedensten Sorten und Arten, mühsam im laufe eines Gärtnerlebens zusammengetragen.

Keine 50 Meter davon entfernt  ein Spargelbauer.
Keine Investorengruppe wie im Osten Deutschlands, wo Investoren hunderte von Hektar Ackerland zu Spargelfarmen, nein , Spargelfabriken hochziehen.
Ein ha Spargel neben dem anderen, im Abendlicht  endlose Landschaften , Felder die mit Folie überzogen sind und im Abendlicht unwirklich , ja wie aus einer anderen Welt glänzen . Nein , der kleine fränkische Spargelbauer baut auf kleiner Fläche an,  was er mit Familie und den vier Spargel stechenden Landarbeitern leisten kann.

Ach und da war doch noch was?

Ja!
Franken ist traditionell eine der Hochburgen für Meerrettichanbau.
Und per Zufall kommen wir an einem Hinweisschild vorbei:
Lutz Meeretich, Kräuter und Gewürze


Ist das nicht ?

Ist das nicht der, dessen Gläser überall in den Supermarktregalen steht.
Nein nicht der des Marktführers. Ein anderer.
Kurz entschlossen fahren wir in den Betriebshof, sehen ein Hinweisschild :
Fabrikverkauf. Klar, daß man als Gourmet dort hinein muß, und das taten wir dann auch.

Daß ich da viel zu berichten und zu erzählen weiß, dürfte klar sein.
Wann ist man mal bei einem der traditionellen besten Bäcker im Land?
Wann ist man mal in einer der besten traditionellen Mühlen im Land?
Wann ist man mal bei  zwei total  gegensätzlichen Kräutergärtnern?
Wann ist mal mal in einer Meerettichfabrik und Gewürzhandel?
Und holt sich  zum Abschluß frisch gestochenen Spargel beim Spargelbauern.

Alles über diese bebilderte  „Genießerreise in Franken“ könnt ihr hier in nächsten Tagen lesen. Sicher sehr aufschlußreich und sehr interessant.
Ich wünsche euch viel Spaß dabei .

Und morgen geht es mit einem Besuch der Litzmühle weiter .

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