Risotto mit Rosmarinblüten in der Artischocke

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Artischocken sind bei uns zwar inzwischen da und dort immer wieder erhältlich und werden inzwischen auch bei uns vereinzelt angebaut, aber so richtig Eingang in die deutschen Küchen haben sie noch nicht gefunden.

Bekannt sie sie allgemein eher  als  sauer eingelegtes  und beim Italiener auf Vorspeisentellern zu finden.  Ja  oder an  Theken mit  eingelegten Oliven usw die man da und dort sieht.

Frisch zubereitet bekommt man sie selten mal , selbst beim Italiener nicht, es sei denn man ist in Italien unterwegs oder dort in Urlaub. Da kann man sie in den verschiedensten Zubereitungsarten vorgesetzt bekommen.

Und als ich dieser Tage mal wieder  bei meinem Gemüsehändler vorbeikam,
lachten mich kistenweise Artischocken an und zwar in verschiedenen größen und Sorten. Da macht einen dann schon  an.

Nur wenn man allerdings weiß daß die Zubereitung doch ein wenig aufwendig ist, dann greift man nicht zu den kleineren, denn das wäre Sysiphusarbeit da etwas auf den Tisch zu bekommen, also griff ich zu den größeren.

Man muß wissen , daß von so einer Faust großen Artischoke nicht allzuviel übrig bleibt.
Also dann schon die großen.

Zubereitet habe ich sie, indem ich  sie in einem Sud  aus Zitrone, etwas Weißwein,  2erlei Senfkörnern,
Lorbeerblatt, S +P  und einem Schuß Grappa abkochte, was bei ganzen Artischocken etwa 30 Minuten dauert.

Aber zuvor müssen sie zum kochen vorbereitet werden:
abwaschen, dann den kräftigen Stil herausbrechen, damit die Fasern am Boden mit herausbrechen.
Zudem werden die  äußersten Blätter entfernt und  mit einem Schnitt die obersten Blätter.
Wichtig dabei immer mit Zitrone abreiben wegen der Farbe, sonst werden sie braun.
Dann können sie im Sud geköchelt werden.

Sind sie fertig gegart, serviert man sie so auch  im Ganzen .
Man tunkt  die Blätter in einen Dip und zutzelt die Blätter aus.
Die innersten Blätter herausziehen und darunter „ das Stroh“ mit einem Löffel entfernen, denn darunter wieder ist das Beste der Artischocke, das Herz.
Es ist vollfleischig und ein Genuß.

Leichter tut man sich, wenn man das so wie ich in der Küche schon alles bereitet, die inneren Blätter entfernen tut,  das aushöhlen und freilegen des Bodens und  sie dann  z. B. füllt, wie ich heute .
Und  den Boden bei Tisch schön und ohne Getue herauschneiden kann.

(Der Vorgang der Vorbereitung ist schwer zu beschreiben und so ist es schön daß ich dazu ein schönes Viedeo in der Brigitte gefunden habe:
http://www.essen-und-trinken.de/kochschule/148931/artischocken  )

Dieser Tage habe ich festgestellt, daß mein Rosmarinstock Blüten zeigt,
also konnte ich nicht umhin diese zu probieren und bemerkte ein wunderschönes Aroma.
Genau damit wollte ich nun mein Risotto aromatisieren, von mir aus auch parfümieren, denn der Duft war grandios.
Zubereitet habe ich es ganz normal, nur habe ich am Ende die zarten Blüten mit darunter gezogen und schon war das Rissotto einzigartig und wunderbar parfümiert.

Damit habe ich nun die vorbereiteten Artischocken gefüllt und eine wunderbare Vorspeise angerichtet.
Also zusätzliche Aroma und als Dip für die Artischokenblätter hatte ich noch einen  Vino Tinto Dip eingekocht mit etwas Johannisbeergelee und  leicht gebunden .

Erst isst man sich  durch das Risotto , kann einige Blätter dippen und zuguterletzt kommt man an das edle der Artischocke ,
den Boden,                                                                                                                                   den man sich nun leicht herausschneiden kann.

Gut etwas Arbeit , aber auch etwas außergewöhnliches auf dem Teller,
und so sah es aus:

Guten Appetit !

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2 Antworten zu Risotto mit Rosmarinblüten in der Artischocke

  1. Annely schreibt:

    was fuer ein schoenes Gericht !
    Annely

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    • derbayerx schreibt:

      Ja, gell
      das freut mich.
      Ich glaub jetzt deine Richtung etwas zu kennen, die du bevorzugst….
      Vielleicht ist es dir schon aufgefallen daß ich auch etwas weniger fleischlastig koche derzeit.
      Und das war wirklich ein feines Gericht!

      Gefällt mir

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