Heute gibts: Löwenzahn ? ne,ne, Catalogna und Puntarelle

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Pusteblume !  kein Löwenzahn, sondern Zicchorie.
Vielleicht habt ihr beim einkaufen die Blattzichorie, bei uns meist Löwenzahn genannt, auch schon gesehen. Nur ist sie den meisten fremd, dabei kann sie recht lecker zubereitet werden, die Catalogna wie die Italiener sagen.

Löwenzahn sagen wir zur eher wilden Art.
Zichorie nannte man ihn früher auch, das nahm im etwas  das arme Leute Image.
Man machte bei uns in D sogar Kaffee daraus in den Kriegs und Nachkriegsjahren.

In südlichen Mittelmeerländern  dagegen ist er sehr beliebt und dort habe ich ihn auch zuletzt gegessen. Er wird dort gerne als leicht gedünstetes  Gemüse zubereitet, aber auch als Salat, als Zwischengericht zum Beispiel gedünstet unter Pasta geschwenkt.

Der Catalogna wie die Italiener den Löwenzahn nennen hat weitaus größere Blätter als  der Wiesen – Löwenzahn. Man verwendet dort gerne den Stiel. Das Grüne  auch, es wird aber eher  unter Pasta gehoben, aber nur wenn es nicht bitter ist. Das ist den meisten Arten jedoch weggezüchtet.

Die Stiele werden nach dem entfernen des Grüns gerne durch ein kleines Gitter gedrückt. Und die  Streifen drehen sich dann zusammen, rollen sich etwas. So erkennt man oft gar nicht was man isst. Wenn du aber auf der Karte so etwas ließt:  Catalogna Soigata, Cicoria di Catalogna, Cicoria asparago oder Cataluna, dann bekommst du Löwenzahn serviert


zum schneiden: http://puntarelleallaromana.xoom.it/

Gerade die Römer  mögen ihn und im Latium findest du ihn oft auf der Karte und ist dort ein Typisch regionales Gericht, das man in vielen Tavernen findet.

Puntarelle  das Innere


Hier werden die Sprossenausgeschnitten

Wer sich das Bild hier genauer anschaut wird sehen , daß der Löwenzahn/Catalogna unterhalb der Blätter  eine richtiges „Herz“  hat, aus dem neue Blätter  hervorschießen.
Da inner des Catalonga ist dann die Puntarella.
Diese jungen Schoße werden ganz besonders geschätzt und mit etwas Butter,Knoblauch, Sardellen, angeschwenkt und mit etwas Peccorino bestreut.

Diese Triebe aus dem Löwenzahnherzen nennt man Puntarella.  Man sagt auch mal Vulkanspargel dazu. Hat aber nichts , gar nichts mit Spargel zu tun.
Sie werden gerne mit  Sardellen angerichtet und meist mit einer Art Sardellendressing serviert, die sehr gut zum leicht herben Aroma der Puntarelle paßt.

Ich habe aus meinem „Löwenzahn“, den italienischen Catalogna heute  dreierlei gemacht:

Puntarelle alla romana : die inneren Dolden /Stiele  blanchiert, gedünstet : erst blanchiert in Salzwasser gekühlt,
in Butter mit etwas Knofi angeschwenkt, geschrotenen Pfeffer, Olivenöl, ganze Sardellen separat serviert
Sozusagen die Zarte und das Biest. Das zarte leicht herbe Aroma und den Gegenpart: die salzig würzige Sardelle

Catalogna alla romana : Einen würzigen rohen Salat aus den Stielen ohne dem Grün : mit einer Sardellendressing, Zitrone, Pfeffer, Peccorino

Pasta di Catalogna: Strozapretti  mit den zarten und zuvor blanchierten Spitzen in Butter mit Knoblauch und Sardelle angeschwenkt . Eine sanfte Zubereitung.

Puntarelle alla romana:


Catalogna romana  als Salat:


Pasta Strozapretti di Catalogna:

Traut euch , und Guten Appetit

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5 Antworten zu Heute gibts: Löwenzahn ? ne,ne, Catalogna und Puntarelle

  1. Annely schreibt:

    das sieht superlecker aus, Bernd. Gesehen habe ich dieses Gemuese jedoch noch nicht. Aber es gibt etliche Italienische Geschaefte hier , will mich mal erkunden.
    An den Muckefuck kann ich mich noch sehr gut erinnern . Wurde ja auch Chicorie Kaffee genannt . Kam in einer Blauweiss getupften Verpackung .Kann aber sein dass der aus einer Gerstenesorte gemacht wurde.Schmeckte scheusslich !!!!!!!!
    Sipping my real coffee :-))))

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    • derbayerx schreibt:

      ja, ja Annely
      die alten Zeiten. Der blau getupfte hieß LINDES Kaffee.
      Bei uns gabs ja sowas nicht. Aber wenn ich mal bei Spielkameraden war sah ich immer diese Packungen. Halt : oder Caro – Kaffee — das solltest du auch noch kennen.

      Da merkte man schon den Unterschied , daheim duftete es und roch wunderbar nach Kaffee und woanders…… psssst !

      Schönen Tag noch
      und LG Bernd

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  2. Pingback: Vulkanspargel – was da was? | Die Küchenliesel

  3. gittenaujoks schreibt:

    Kompliment, deine Rezepte sind super und die Bilder dazu vorbildlich!
    ich habe das Gemüse bisher immer zuerst in der Höhe, dann in der Länge halbiert. Die grünen Blätter habe ich in einen Salat oder unter Pasta gemischt oder daraus ein Gemüse gedämpt (wie Spinat). Die Schnittflächen der unteren Hälften oder Viertel habe ich gesalzen, in der Pfanne angebraten in Olivenöl mit etwas Knoblauch und dann gedämpft bis sie noch leichten Biss hatten.

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