Ich war mal kurz weg, zum shoppen…

.
Wer kennt das nicht?

Wenn Frauen vorhaben in die Stadt gehen sehen sie erst mal in den Kleiderschrank und stellen fest sie haben nichts zum anziehen.
Wenn ich wie heute  in die Stadt gehe, schaue ich erst mal in den Kühlschrank , was ich ich brauche.

In der Stadt angekommen  klappert die holde Weiblichkeit  vordringlich zuerst mal die angesagten Schuhläden ab, dann Klamottenläden und eine neue Handtasche  muß auch her.

Männer haben da andere Neigungen und ihnen kommen die weiblichen Vorlieben nicht ungelegen .
Denn, das verschafft ihnen Zeit und Ruhe in ihr Schlaraffenland zu gehen : Baumärkte, Elektromärkte, das Mekka der Männer.


Und ich ?

Nein, dort treibe ich mich nicht  herum.
Ich gehe eh ungern in die Stadt, die City.
Nur dann, wenn ich wichtige Sachen zu erledigen habe, die ich meist versuche zusammenzulegen. Und habe ich alle Gänge erledigt, dann treibe ich mich ganz woanders herum.

Denn ich habe im Hinterstübchen immer irgendwelche Lebensmittel, Zutaten, die ich nur in der Stadt bekomme und : weil alles nah beieinander liegt.

So laufe ich über Märkte durch Lebensmittelabteilungen, Feinkostgeschäfte, Asia oder Thailäden, italienische Feinkostgeschäfte. und und und

Anders war es auch heute nicht.
Und so war zuerst ein Rundang auf dem Marktplatz angesagt .
Nicht um gleich einen Einkaufszettel zu zücken, nein, ich brauche das einfach für Inspirationen. Denn mir fallen bei jedem Gemüse usw gleich eine Vielzahl von Zubereitungsmöglichkeiten ein. Und schon rattert es im Kopf was ich alles so machen könnte, die nächste Zeit.
Dann ging es weiter, denn ich möchte ja nicht gleich alles mitschleppen auf meinem „Rundgang“, könnte sich ja noch was anderes finden.

Von da wollte ich zu einem uralten Laden in einer kleinen Gasse am Markt, dort gibt es schon seit ewigen Zeiten zum einen eine Büttnerei,
Wein und Brennereibedarf, aber auch einen Korb und Holzladen mit allem möglichen,  u.a. auch Brotkörbchen in allen Größen und Formen für die Landbevölkerung wenn sie in die Stadt zum einkaufen kam, aber auch Bäcker kauften dort gerne . Ich freute mich schon.

Und dann ?

Wg, der Laden weg, einfach weg.
Ein Laden voller nützlicher Gebrauchsartikel aus heimischen Naturmaterialien, in althergebrachter  handwerklicher Machart gefertigt.
Dafür hat hundert Meter weiter ein 1 Euro-Laden mit  chinesischem Plastikdreck und Plunder aufgemacht…. was soll man da sagen?
Nichts.
Noch einige hundert Meter weiter habe ich mit dem Kopf geschüttelt….

Da ich gerade in der Nähe  war, wollte ich einen kleinen Türkenladen aufsuchen, inmitten des Stadtkerns, in einer verwinkelten Gasse.

Ja , der ist noch da, wie ich schon von weitem an den Auslagen sehen kann.
Ich gehe hinein, werde freundlich begrüßt, sehe mich um bekomme immer wieder Antworten zu Fragen.
Denn ich habe keine Hemmungen türkische Frauen zu fragen was sie daraus oder daraus machen, und  auch wie sie es machen.

Kaufen tue ich erstmal noch nichts, verspreche aber später nochmal vorbeizukommen.
Nach einer kleinen  Digitalwaage möchte ich sehen,  um in Zukunft grammgenau meine Backzutaten zum Brotbacken auzuwiegen.
Und auf dem Weg geh ich auch mal wieder in ein Reformhaus, ein größeres.
Viel Kundschaft, kenne ich sonst nicht aus solchen Läden, früher sah man da eher mal Freaks oder Austeiger. Besonders sehe ich mir die Preise an und stelle fest, daß es teuer ist , sehr teuer wenn man sich von heute auf morgen entschließt sich einem dieser Trends und modernen Religionen anzuschließen:
Glutenfrei, Vegan, dieser Phobie und jener Allergie. .

An einem Fischladen komme ich auch vorbei, der norwegische Skrej ist schon ausverkauft, man will mir aber Lachs andrehen , bin ja keine Hausfrau sondern ein Mann, der keine Ahnung zu haben hat, daher will man mir den nicht mehr allzu frisch aussehenden Lachs unterjubeln.                                                                                                                                          Ich sage nur : „Nein!  ich komme morgen, wenn ihr die frische Lieferung  habt!“

In  zwei weiteren Haushaltsläden bekomme ich auch keine Brotbackkörbchen. Doch in einem gabs welche, doch man sah gleich:  aus Plastik , nein Danke !

In einer alteingesessenen  guten Bäckerei stand früher immer ein Regal mit Mehlen, Backmehlen.  Es ist weg, dort wo das Regal war, dort steht jetzt ein Kühlschrank:
Coke  to go. …
Ich frage :  „Wo habt ihr denn das Mehl?“  „ Ham mer nimmer !“
Sarkastisch denke ich mir : wer nur noch fertige Teiglinge aufbäckt, braucht auch kein Mehl mehr.

Dann lande ich in der gut sortierten Käseabteilung des „Kaufhof Galleria“ ,
dort könnte ich manchmal baden und ich weiß oft gar nicht was ich zuerst nehmen soll. Tintenfischtinte  ist leider ausverkauft, kommt erst wieder, dafür bekam ich anderes, wie guten italienischen Risottoreis usw.

Über den Marktplatz gehend konnte mich auch die Berge von Grünkohl

(wer isst den bei uns ? ) nicht reizen.

Weiter ging es , wieder zum Türkenladen.
Ich gehe hinein, vorbei an den typischen Auslagen mit Oliven etc.  Man war erfreut, daß ich wiederkam.
Ein wenig verwundert auch, wie genau und ich mir dies und das ansehe.
Ich gebe meine Profession zu erkennen und gerate mit den Inhabern ins Gespräch
( ich grüße euch: „hallo  , liebe Leute vom Türkischen Laden“, denn sie wollen sich Heute gibts einmal anschauen! )

Ich hatte mir schon gedanklich ausgemalt, was ich mit diesem oder jenem machen werde und so wurde eingekauft:

Wer erkennt es?
Das ist Löwenzahn. Veredelter Löwenzahn.
Gab es früher auch mal in D. da nannte man das Zichorie, Blattzichorie da wurde sogar Kaffee daraus gemacht…
Dei Italiener lieben ihre Catalogna , die  Cicoria  di Catalogna


Italienischer junger Mangold – wie gemalt –

Ebenfalls aus Italien: junger Spinat an ganzer Pflanze,
nicht der mit der Sense gemähte wie in D. .

Und hier ein herrlicher Feldsalat, er sieht aus wir gemalt
Strotz vor Fülle und hat eine sagenhafte Größe .
(probiert hab ich auch, nicht bitter , sehr nussig )
Zum Vergleich : Tasse  und einzelner  Feldsalat



Und hier Ruccola oder Rauke und zwar im Bund!

Ich ärgere mich immer fruchtbar wenn ich diese Salattrollys  mit Ruccola salat sehe. der da einfach kreuz und quer gedankenlos reingeschmissen wurde.
Den nehme ich fast nie. Denn wegen der Gedankenlosigkeit  braucht man ewig beim abschneiden der Stiele. Bei einem  Bund ist das ein Schnitt!


Frissee Salat. Ich liebe ihn.

Sein herb würziges Aroma schmeckt mir


Und jetzt Auberginen.

Die dunkle Sorte  kennt ja jeder.
Aber wie sieht es mit dieser anderen hier aus?
Hübsch schon, ich werde sie probieren, wie es geschmacklich ist

Das hier ist maroccanische Minze ,
unvergleichlich im Geschmack und Duft

Und das sind Kalamata , trocken eingelegt,
köstlich

und zuguterletzt habe ich ein:
kräftiges schönes Stück italienischen Lardo,
gesalzenen Speck.
Schön dick.
Wunderbar für mein nächstes selbstgemachtes Brot dann .

Ihr könnt also gespannt sein, was  es die nächsten Tage auf  „Heute gibts“ zu sehen ist.

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6 Antworten zu Ich war mal kurz weg, zum shoppen…

  1. Herbert schreibt:

    Danke schöner Bericht, solltest Dir noch eine Löffelwaage zulegen

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  2. Annely schreibt:

    Danke, dass Du uns mitgenommen hast auf Deinem Einkauf..
    Ich hoffe Du findest ein Koerbchen, waere ja eine Schande Deine frischgebackenen Broetchen in so ein PlasticDing zu legen ..was machst Du mit der Minze? Vielleicht ein Tabbouleh ?

    Guten Appetit

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    • derbayerx schreibt:

      Danke, Annely

      wow, das ist eine tolle idee mit dem Tabbouleh!
      ich kenne den, aber er war total aus dem Gedächtnis, so lange ist das her , seit ich den mal machte. Und da gibts auch eine Geschichte dazu. Der wird auf jeden Fall gemacht, ist notiert. Es fehlt nur an Bulgur im Haus.
      Liebe Grüße in die USA, Bernd

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  3. Eulchen1943 schreibt:

    Dein Bericht ist so anschaulich, da würde es mich reitzen, dir unbemerkt hinterherzulaufen.
    Es wäre sicherlich vergnüglich, dich zu beobachten und die Reaktionen der Verkäufer einzufangen… *lächendschau*

    Guten Abend!
    Eva ♥

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