Mein allererstes Brot

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Brot.

Mein allererstes Brot das ich gebacken habe.
Das hat etwas. Brot hat für mich einen sehr hohen Stellenwert.
Brot ist das Sinnbild für Nahrung . Brot ist in allen Kulturen der Welt zu Hause und schon zu Urzeiten  des Menschen wichtigstes Nahrungsmittel.

Unser täglich Brot gib uns heute muß man nicht beten , aber der Wunsch und das Streben darnach hat schon etwas religiöses.

Und das ergibt auch  die  wirklich unendliche Vielzahl an Broten.
Es wird aus allen Getreidesorten hergestellt in allen Erddteilen, in allen Kontinenten und Ländern.

Tag täglich verbringen aber Millionen von Menschen ihre Zeit damit, Brot zu machen, Brot zu backen.

Und heute auch ich.

Es ist das allererste mal und Grund ist, daß das angebotene Brot immer miserabler wird.
Daß Bäcker gar nicht mehr backen sondern gefrorene Fabrikware, zusammengekarrt aus aller Herren Länder  vertreiben.

Sie Haben den Meisterbrief gerahmt  im Laden hängen,  rühren aber nur fertige Backmischungen der  Industrie zusammen
und lassen dieses Zeug von ungelernten Hilfskräften in sogenannten Backshops aufbacken.

Backkunst ?
Bäckerhandwerk?

Das haben die Bäcker in der Gier nach Profit  auf dem Altar dem schnöden Mammon geliefert.
Vor Jahren noch waren Bäcker finanziell eher minderbemittelt, dafür das Brot und Brötchen gut.
Heute haben die Bäcker die Brot und Gebäckpreise in schwindelerregende Höhen getrieben,
können sich daher Filialen in  Straßen leisten  wie  früher nur Banken .
Heute sind die Bäcker überwiegend stinkreich aber das Brot und Gebäck großteils  miserabel.

Kein Wunder, daß immer mehr Leute her gehen und beginnen, ihr Brot selber zu backen.

Und zu diesen gehöre auch ich seit dem heutigen Tag .

Einige Zeit nun habe ich mich damit beschäftigt.
Viele Blogger habe ich beobachtet und gesehen welch herrliche Brote sie sich selbst gebacken haben.
Neidlos mußte ich anerkennen wie eine Karin, oder eine Gerda, eine Belinda wunderbare Brote backten.

Und so dachte ausgerechnet ich, dem das backen eigentlich  gar nicht liegt :

das müßtest du doch auch schaffen.

Und so habe ich mich die letzten Wochen immer mehr dafür interessiert, viel darüber gelesen, mich umgeschaut, Informationen gesammelt.

Einige liebe Freunde und Bekannte haben mir bestärkt, mit Mut gemacht und so hatte ich letzte Woche einen Sauerteig angesetzt.

Denn ein Sauerteig ist das A und O um ein ordentliches Brot zu backen.
Und ich erfuhr , daß man ihn sich besorgen kann, z.B. bei einem Bäcker, oder man macht ihn  sich selbst, das dauert 4, 5 Tage  bis er soweit ist.
Macht aber keine Arbeit, denn man muß nur alle 24 Stunden etwas  Wasser und  Mehl zugeben, umrühren und das wars.
Und  am 5. Tag hat man einen Natursauerteig.

Von diesem Natursauerteig zweigt man was ab und hat damit die Grundlage es zu vermehren.
Dazu gibt man wieder Mehl (e) und Wasser und man hat sozusagen den Vorteig.
Dieser wieder ist notwendig um nun den eigentlichen Brotteig zu machen.
Denn auch dem werden wieder Wasser, Mehl, Salz usw  je nach Rezept zugemischt.
Dann muß er geknetet werden , ruhen, und geht in die Gare über.
Das hat jeder schon gesehen, das ist, wenn der Teig in den bekannten runden Bäckerkörbchen ruht.

Ist auch diese Gare vorbei, darf das Brot  „geschossen“  werden, es kommt in den Ofen.
Da ist sehr vereinfacht  ausgedrückt das  Procedere.
Und so habe ich das auch heute gemacht.

Verfahren bin ich heute nach einem Rezept und Anleitung von:

http://schellikocht.de/wordpress/allgemein/schellis-hausbrot-roggen/

Hier meine beiden Gläser mit Natursauerteig:

einmal als  Roggensauerteig
einmal als  Weizensauerteig

So sah mein Brot mit Tuch in einer Schüssel zur Gare aus:

All die Utensilien die man sich so als Hobbybäcker zulegt habe ich natürlich noch nicht. Das war ja nur mal eine Versuch , ein Start.

Dann ging es in den Ofen.
Ich hatte mir dieser Tage einen Stein besorgt. Ohne auszumessen paßte er, so, als gehöre er dazu….  darauf kam  das Brot, das ich zuvor aud der Schüßel gestürzt hatte. Als „Schieber“ diente ein flaches gut bemehltes Tablett.

Mein Herd verfügt nicht über eine Dampf oder Beschwadungsfunktion . Auch in der Küche haben wir das früher einfach durch  das hineinschütten eines Becher Wassers   an die Wand gemacht und Klappe zu. Geht wunderbar. Auch heute noch.
Nach 10 minuten den  Rest -Dampf und feuchte Luft rausgelassen.
Nach gut 45 Minuten  und einer Starthitze von 250 Grad  fuhr ich diese dann auf 210 Grad herunter.

Dann durfte das Brot  heraus, ein spannender Augenblick,
und so sah es aus, mein allererstes Brot :

Und jetzt wird es spannend : das hier ist der Anschnitt!

Ich bin hoch zufrieden.

Was sagen die Experten ?

 

 

Für die Spezialisten:                                                                                                                      den Weizenmehlanteil aus dem Schelli Rezept hatte ich gg  Dinkelmehl getauscht

Allen anderen : nur Mut beim nachmachen !

Besten Dank, der Gerda, der Belinda, dem Herbert und anderen mutmachern. 😉

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18 Antworten zu Mein allererstes Brot

  1. Herbert schreibt:

    Hallo Bernd
    dein Brot hat eine herrlich Krume, wenn du Dinkel verwendest solltest du nicht zu lange Kneten wie beim Weizen.
    Du solltest auch für deine Leser noch schreiben, zirka 50g Sauerteig = (ASG) sollte man in ein Glas im Kühlschrank aufbewhren für das nächste Brot
    wenn du so weiter backst wird die Hose breiter

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    • derbayerx schreibt:

      Herbert, Danke dir
      denn Herbert hat immer einen Rat, einen Tip liebe Leser von „Heute gibts“.
      Und zuviel kneten , dazu komme ich nicht in Versuchung, denn ich habe keine Teigmaschine.
      Geht alles mit der Hand, wie früher die Ommmas am Teigtrog ( kenne ich echt noch Herbert, hier vom Land !)
      und das mit de ST aufbewahren im Kühlschrank werde ich noch einfügen !

      Schönen Tag noch,
      trotz grau in grau am fränkischen Himmel!

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  2. Emma schreibt:

    Lieber Bernd, herzlichen Glückwunsch zum ersten Brot 😉 Es sieht super aus. Und wie hat es dir geschmeckt?
    Liebe Grüße Emma

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    • derbayerx schreibt:

      Ach das freut mich, Denise!
      was soll ich sagen , am besten so :
      wenn ich ganz ehrlich sein soll: ich bin nachts nochmal wach gewesen.
      Und was hab ich gemacht, ich bin zu meinem Brot geschlichen, habe es angeschnitten. Natürlich mußte ich es auch probieren.
      Dabei blieb es nicht, 4 Scheiben habe ich verdrückt und das mitten in der Nacht.
      Habe mir dann selbst auf die Finger geklopft, sonst wäre der halbe Laib weggewesen, mehr muß ich denke ich nicht sagen.

      Aber duuuu bist ja mit Karin zusammen schon eine richtige Backprinzessin bei Zorra,
      da brauch ich noch lange…..
      Denn ihr müßt wissen, daß Emma auf ihrem sehr geschmackvoll gestalteten Blog http://nachgekocht.com/
      mit winderschönem Walnuß-Brot Klotzt und nicht kleckert!
      Tschö, und liebe Grüße,
      Bernd

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      • Emma schreibt:

        Wie schön. Das mit dem nachts das halbe Brot verschlingen kennen ich 😉 das warten bis man das Brot endlich anschneiden kann ist echt qualvoll! Ich bin dir zwar nur 4-5 Brote voraus, aber ganz lieben dank für die schönen virtuelle Blumen *rotwerd*.Hab mich sehr gefreut 🙂 Hab dir noch ein schönen Tag! Liebe Grüße

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      • derbayerx schreibt:

        Hallooo sei gegrüßt,
        Du, Denise, da sind noch einige Blogger die Brotanfänger sind.
        Was hälst du davon , wenn wir und mal zusammentun und ein und dasselbe Brot backen.
        Jeder für sich und das gleiche Rezept, am gleuchen Tag….
        Und dann vergleichen und Erfahrungen austauschen.
        UND alle stellen es dann zeitgleich bei KD, K&K usw ein
        Das hätte doch was , wäre ein interessanter Event, würde Spaß machen und auch für die Bloggs interessant.
        Was hälst DU davon ?

        Viel Grü0e noch,
        und zum Abend ein klitzekleines :*

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  3. Sam schreibt:

    Hallo,
    Gratuliere zu Deinen ersten Brot! Dass ist ein ganz Besonderes Erlebnis. Mir ging’s auch so.
    Netter Beitrag, den du verfasst hast. Ich unterschreibe fas alles, bis auf die hohen Preise, die du angeschnitten hast. Seit ich selber backe, kommen mir die Preise bei den Bäckern die noch ursprünglich Backen eher günstig vor. Aber das ist ev nur bei uns so. Sonst hätten sie gegenüber den Aufbackbäckern ja überhaupt keine Chance. Verstehe meine Bemerkung bitte nicht als Kritik, sondern nur als meine subjektive Meinung.
    Viel Freude weiterhin bei Deinem Hobby
    Sam

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  4. Sebastian schreibt:

    Sieht gut aus! Aber sehe ich das richtig, dass du den Backstein direkt auf den Ofenboden gelegt hast? Davon kann dein Ofen schaden nehmen, also besser einen Rost in das untere Drittel des Ofens schieben und dort den Backstein/Pizzastein drauf legen.

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  5. Eulchen1943 schreibt:

    Und zum Abschluss komme ich jetzt noch bevor ich den Weg zum Schlafzimmer einschlage…

    Das Brot sieht zum Anbeißen gut aus!!!

    Glückwunsch und guten Appetit… darfst ruhig weiternaschen, weil bei dir überhaupt nichts ansetzt.

    Ich hatte heute Magenschmerzen vom Kuchen mit der vielen Sahne, den mein Nachbar wieder mal gegen meinen Willen gekauft hat und den ich trotz Protest gegessen habe.

    Schlaf gut, lieber Bernd!
    Grüßchen vom Humpeleulchen ♥

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  6. Kathrin Holas schreibt:

    Und jetzt geb auch ich noch meinen Senf dazu:
    Wunderbar schaut’s aus – grad so richtig zum gleich verdrücken!!

    Und mir ergeht’s ähnlich wie dir – bei frischem selbstgemachten Brot (ganz lecker wenn’s noch ein bisserl warm ist) dazu Bauernbutter – und es gibt kein halten mehr.

    Jetzt sag ich nur noch: Ich will auch!

    Ganz liebe Grüße!

    Kathrin

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    • derbayerx schreibt:

      Hallo Kathrin,

      Hab ich das jetzt richtig verstanden , daß du auch dann und wann ein Brot backen tust .

      Oder:

      Willst du jetzt ?

      Dann back mer doch mal zam. Zugleich auf verschiedenen Blogs, vielleicht mach tdie Emma von nachgekocht mit, der Sam von Samskitchen, die Karin un deinige andere noch. Frag doch mal bei deinen Blogspezln nach.
      Ich fände so ein Gemeinschaftsbacken mal ganz toll. Wenn dann alle ihre Ergebnisse aufzeigen. Was moanst ?

      Pfüadi, Bernd

      und oa ganz a kloans :*

      Gefällt mir

    • derbayerx schreibt:

      Hallo Kathrin,

      Hab ich das jetzt richtig verstanden , daß du auch dann und wann ein Brot backen tust .

      Oder:

      Willst du jetzt ?

      Dann back mer doch mal zam. Zugleich auf verschiedenen Blogs, vielleicht mach tdie Emma von nachgekocht mit, der Sam von Samskitchen, die Karin un deinige andere noch. Frag doch mal bei deinen Blogspezln nach.
      Ich fände so ein Gemeinschaftsbacken mal ganz toll. Wenn dann alle ihre Ergebnisse aufzeigen. Was moanst ?

      Pfüadi, Bernd

      und oa ganz a kloans :*

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      • Kathrin Holas schreibt:

        Hallo Bernd!

        Ja, du hast es geschafft ! Jetzt will ich es auch probieren – werde mir das am WE alles ganz genau durchlesen und mal den Sauerteig ansetzen…
        Ich sehe, dass die anderen alle ziemlich gut drauf sind …….. Ob ich mich da nicht blamier – ich Brotbackneuling!
        Iatz mach ich mal den Sauerteig ….

        Glg. Kathrin

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      • derbayerx schreibt:

        Ja hallo,
        ach das ist schön Kathrin, daß du es nun auch angehen willst.

        Allerdings dauert es sozusagen 5 bis 6 Tage vom Sauerteig – Ansatz bis zum ersten Brot.

        Das mit dem ST Ansatz, das ist total banal.
        Tag für Tag gleich.
        Gedanken mußt du dir machen WAS für ein Brot du nach den 5 Tagen machen möchtest.
        Und da hat man die Qual der Wahl.
        Es gibt 3, 4 „Backgurus“ nach denen hauptsächlich gebacken wird.
        Sie alle haben eine große Vielzahl an Broten nach den verschiedensten Macharten und Mehlen .
        Schaut man bei dem einen oder anderen, ist man hinterher eher verwirrter als zuvor.
        Nimmt man dann einem zugetragene Backempfehlungen dazu, plus die, die einem selber gefallen,
        dann wird man narrisch im Kopf und weiß gar nicht mehr wo man anfangen soll.
        Auf diese Art und Weise habe ich 2 mal hingeschmissen und erst beim 3. mal durchgezogen!!

        Nun will ich dir natürlich nicht den Mut nehmen, sondern dir raten, Augen und Ohren zu verschließen, ein Brot auszuwählen und das dann durchziehen und machen.

        Drück dir schon jetzt ganz fest die Daumen!
        Liebe grüße, Bernd

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