Gefüllte Hähnchenkeule in schwarzer Walnußsauce

Fortsezung des gestriegn Posts

Während  die Hähnchenkeulen im Ofen garten, machte ich mir Gedanken
was ich mir dazu machen sollte, denn es wäre ja eine etwas trockene Angelegenheit, wie sich im vorhergehenden Posting zeigen würde.
Aber nein , das war nicht trocken, denn die Sauce wurde erst nach dem Foto-Shooting aufgetragen.

Tja und was für eine Sauce?

Ich  dachte mir, es sollte und dürfte ruhig eine fruchtige Note sein, die mehr
Spiel und ruhig aus etwas Raffinesse bringen sollte damit das Gericht nicht zu langweilig würde.

Raffinesse?

Dafür habe ich etwas sehr außergewöhnliches:

Eingelegte schwarze Walnüsse

Die Walnüsse dafür habe ich im Frühjahr  vom Baum geschlagen , als sie noch total grün waren. Aber so, daß die braune Schale  unter der grünen noch weich ist. Ist der Zeitpunkt vorbei dann kann man bis nächstes Jahr warten…

Ich hatte es richtig erwischt, und die ganze recht umfangreiche Prozedur des einlegens grüner Walnüsse durchgezogen,
und das ist gar nicht so einfach sondern recht ausfwändig.
Aber sind sie erst mal durchgereift, hat man eine echte Delikatesse!!
Und ich war die ganze Zeit schon erpicht darauf, eines der wenigen Gläser mal aufzumachen, vorgesehen war das zu Weihnachten.
Aber : heute war es so weit : ich öffnte ein kleines Glas, nahm eine der glänzend schwarzen Walnüsse heraus und schnitt sie an,
kostete : ein Gedicht  wunderbar gelungen und ein excellenter feiner ungewöhnlicher Geschmack!

Das muß in die Sauce hinein, dachte ich sogleich !

Also, ich hatte die ja die Keulen angeschmort und dann auf Zwiebeln zum mitgaren gesetzt, leicht anschmoren lassen und dann mit einem guten cremig/milden schwarzen Balsamico abgelöscht und dann mit etwas Brühe angegossen, ehe alles in die Röhre kam.
Das ganze  habe zuguterletzt mit etwas Sahne aufgegossen, und eine meiner schwarzen Walnüße kam dazu.
Dann wurde alles mit dem Stabmixer fein sämig gemixt.

Sagenhaft, wunderbar, auch wenn das die Farbe der Sauce  vielleicht gar nicht vermuten läßt, wirklich sehr außergewönlich und doch so richtig zum Finger und Teller  ablecken!

Das da hier gab es ja dazu :


und dann wurde angerichtet :

Das war nun der Nachgang zum zuvorigen Posting.
Schade daß man das Sößchen nicht  kosten kann, wirklich : selber Schulter klopf Wink

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4 Antworten zu Gefüllte Hähnchenkeule in schwarzer Walnußsauce

  1. Emma schreibt:

    Schwarze Walnusse stehen schon ewig auf meiner „Zu Verkosten-Liste“. Das warten auf solche Köstlichkeiten ist wirklich bescheiden, aber das Ergebnis entschädigt allemal! Zu Weihnachten öffne ich meine Amarena/Marsalla-Kirschen und ich freu mich schon drauf. Mal sehn ob ich bis zum Frühjahr nicht wieder unreifen Walnüsse vergesse 😉
    Liebe Grüße
    Emma

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    • derbayerx schreibt:

      Ja Emma,
      das habe ich auch schon x mal versäumt, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen.
      Meist waren sie dann schon zu weit und die Schale zu fest.
      Meine diesjährigen habe ich in verschiedenen Marinaden eingelegt.
      Nur nicht gewissenhaft gekennzeichnet, jetzt habe ich „Überraschungsgläser“….. 😉

      viele Grüße, Bernd

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  2. Eulchen1943 schreibt:

    Keiner da zum Schulterklopfen? Nein?
    Dann will ich es mal machen… denn obwohl ich nicht probieren konnte, kann ich mir vorstellen, dass die Soße gelungen war.

    Frische Nüsse hat mein Mann früher immer in Österreich bei unserer Vermieterin schon vor dem Urlaub pflücken lassen, die dann nach Ankunft geschnitten und auf Schnaps angesetzt. Zuhause wurde alles in ein größeres Glas umgefüllt, mit zusätzlichem Alkohol und allerhand Gewürzen angereichert und musste drei Wochen in der Sonne stehen. Danach abgeseiht und mit Kandies gesüßt, um daraus dann einen schmackhaften „Nussler“ zu erhalten. Richtig gut wurde der natürlich erst um Weihnachten und ehrlich gesagt, auch nach Jahren schmeckt er noch köstlich.
    Mein Mann war ganz verrückt darauf, ihn jeden Urlaub neu anzusetzen und hat sich darüber freuen können, wenn unsere Besucher ihn gelobt haben und „lecker“ fanden..

    Erst kürzlich hab ich meinem Nachbarn ein paar Gläschen anbieten können, als er mal über meinen Laptop geschaut hat. Er kennt den Nussler ja, weil er früher ständiger Gast bei meinem Mann war, weil der immer irgendwas an seinem Computer verbockt hatte und Michael um Hilfe bat.
    Und da Michael lange keinen Nussler mehr bekommen hat, hat er ihm ganz besonders gemundet und er wollte ihn schon wie Parfum hinter die Ohren schmieren… *lach*.
    Ich musste ihm versprechen, das Rezept zu verraten, aber das muss ich mir dann aus dem Gedächtnis kramen.

    So, jetzt aber genug vom Schnaps… denn eigentlich sollte ich dein Gericht ja würdigen.
    Sieht auch alles wieder sehr lecker aus, lieber Bernd!

    Grüßchen von mir!
    Eva ♥

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    • derbayerx schreibt:

      Ja du beschreibts ja schön den ganzen Akt….
      ist nicht so einfach und man muß da immer gut dran bleiben, sonst war all die Mühe für die Katz.
      Hab meine mit ner Nachbarin vom Elternhaus gemacht, die hat die im Sommer schon für eine selbstgemachtes Eis verwendet.
      Das mit dem Schnaps habe ich auch mal gemacht.
      In etwa wie von dir beschrieben, nur dann nicht Schnaps direkt sondern in Richtung wie ein Rumtopf.

      Also dann schönen Abend noch, Eva !
      Tschö !

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