Selber wursteln : Blut und Leberwürstchen

Nach all den süßen Sachen den Kuchen, brauchts jetzt  wieder mal das Kontrastprogramm. Was fleischig  würziges , was derb pinkantes.
Zudem war ich sehr brav die letzte Zeit  und aktuelle Werte wie eine Untersuchung  zeigt, sind bestens.

Also darf dann ruhig mal „gesündigt“ werden.

Es ist Herbst und da gönne ich mir es immer mal selbst etwas Wurst zu machen.
Es ist mir auch ein Vergnügen und gar keine Arbeit, es macht mir Spaß und taugt mir, wie man so schön sagt.

Früher noch mußte es ein ganzes Schwein sein, dann  ein halbes , doch davon bin ich abgekommen. Ich kaufe mir einige Teilstücke die ich verwende.
Tja und ich muß ergänzend sagen, das ich Kochwurst mache.
Im Metzgerhandwerk unterscheidet man  nämlich nach:

Kochwurst : Blutwürste, Leberwürste, etc
Brühwurst : Aus Feinbrät  gefertigte Wurstsorten: Fleischwurst, Lyoner,
Bierschinken, Schinkenwurst, Wiener, etc
  Rohwurst :   Salami, Mettwurst, Polnische, Landjäger etc

Ich habe die 4 Sorten die ich machen werde schon einmal in einem Artikel vorgestellt :

Schlesische Semmelwürste (Blutwurst)
Graupenwürste  ( Blutwurst)
Hausmacher Rote  (Blutwurst)
Fränkische Leberwurst

Wer mehr darüber wissen will, hier

https://heutegibts.wordpress.com/2012/12/11/und-da-wird-wurscht-draus-gmacht-teil-1/                                                                                                                                           /https://heutegibts.wordpress.com/2012/12/11/und-da-wird-wurst-draus-gmacht-teil-2/                                                                                                            https://heutegibts.wordpress.com/2012/12/11/und-da-wird-wurst-draus-gmacht-teil-3/ https://heutegibts.wordpress.com/2012/12/12/und-da-wird-wurst-draus-gmacht-teil-4/

Ich mache nicht sehr viel, denn sie ist nur für mich alleine bestimmt. Es ist auch ein wenig Spaß an der Freud dabei, es juckt mich immer mal, das früher erlernte
nach alter Rezeptur und Machart  herzustellen.  Der Unterschied zu gekaufter ist immens. das lieg auch mit daran daß heute meist Fertiggewürze verwendet werden und da auch noch alles aufs Gramm ausgewogen wird.
Da einige wenige Gewürzherstellen den Markt beherrschen schmeckt dann die Wurst überall gleich. Das liegt daran, daß sich alle an die gleiche Rezeptur halten. alle das gleiche Gewürz verwenden und alle aufs Gramm gleich das gewürz verwenden.

Bei mir sieht das anders aus : da stehen in Reih und Glied 8, 10 Dosen mit Gewürz in einer Reihe . Un dich weiß aus Erfahrung wieviel davon und davon dort oder dort hinein muß. Nein Waage ist weit und breit keine da!  Mit den Fingerspitzen greife ich die Gewürze und streue sie über das Material, dann wird gemischt und dann  probiert, gekostet.  Dabei muß man sich den späteren geschmack schon vorstellen können. Denn gerade bei Kochwurst nimmt das Material beim Garen viel vom Gewürz auf , es darf also beim verkosten ruhig etwas „überwürzt“ erscheinen, denn es „verkocht“ sich einiges.

Das Jahr über bekomme ich immer nur Einheitswurst, also mache ich meine immer etwas würziger wie die gekaufte.

für Bauernwurst

  für Semmelwurst

    Für Graupenwurst

Gewürzt wird nach Väter Sitte aus der Hand. Grammgenaues Wiegen  sorgt für Einheitsgeschmack und ist was für Laien oder für die Industrie.
Der erfahrenene Metzger weiß aus der Hand was es braucht.


Mein Anteil Leberwürstchen:

Mein Anteil Blutwürstchen:

Hier etwas Kesselsuppe , oder wie man hier sagt Metzelsuppe

Das war dann das Abendessen :

Guten Appetit !

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Heute gibts: aktuell abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Selber wursteln : Blut und Leberwürstchen

  1. keinbisschenleise schreibt:

    Aber hallo aber auch, wie konnte ich denn diesen Eintrag verpassen ?

    Das erinner mich ja so sehr an meine Zeit, als wir noch selbst geschlachtet haben und einen „Hausschlachter“ hatten, der sein Handwerk aber sowas von verstannt !!!

    Er war damals schon nicht mehr der Jüngste und als er dann aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste, habe ich richtig geweint.
    Genau wie du es beschreibst hat er gewürzt, da wurde nichts abgewogen, alles aus der Hand und geschmeckt hat die Wurst, ein Traum.

    Seine Leberwurst mache ich noch heute nach, muss sie allerdings dann in Gläsern einkochen, weil ich hier nicht an Därme komme.
    Hast mir jetzt richtig Lust gemacht Bernd und es ist auch grad wieder die richtige Jahreszeit dazu.

    Toller Blog und danke, für’s erinnern ♥.

    Einen lieben Gruß
    Uschi

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s