Dry aged, Wet aged, Fleischreifung

Dry Aged, wet aged, Fleischreifung usw

All diese Themen sind derzeit sehr von Interesse.
Das merke ich auch auf meinem Blog. WordPress zeigt einem im Statistikbereich , mit welchen Fragen die Gäste zu einem kommen.
Und ich habe festgestellt, mein Blog wird gerne aufgerufen um etwas über Fleisch, Fleischreifung, Dry aged, wet aged usw zu erfahren, neue Entwicklungen zu betrachten.

Da  Fleischkauf heutzutage nicht umsonst zu einer wichtigen Vertrauensfrage geworden ist, die langsam wieder dem Handwerk, dem ehrbaren Handwerk in die Hände gegeben wird.
Früher war Fleischreifung  gar kein Thema allenfalls fragte die Hausfrau beim Metzger nach:
„Gut abgehangen bitte!“
denn nichts anderes ist dry agred oder wet aged :                                                         ein gut abgehangenes  Stück Fleisch.
Es war selbstverständlich und entsprach der Berufsehre,  daß der Metzger kein 3 Tage zuvor geschlachetes Fleisch in die Theke legte und seinem Kunden verkaufte.

Das macht und machte kein Metzger .

Die Seuche,  junges ungereiftes Fleisch zu verschleudern begann mit den Supermärkten:
Diese hatten Fleisch als Magneten auserkoren die Hausfrauen in ihre Märkte zu bekommen und das ging über den Preis , billig, billig, billig.
Und  weil auch ein Supermarkt nichts zu verschenken hat, ging Billig nur so, daß man anderes änderte.
So wurde mal gleich das reifen, das abhängen des Fleisches gestrichen,                                       also das, was jeder Metzger machte.
Supermärkte machten das Abhängen/Reifen  nun eben nicht mehr ,
denn durch das Reifen verlor das Fleisch mal leicht 10 bis 25 Prozent des Gewichtes !
Supermärkte machten das daher nicht, sparten sich diese Prozente ein,  waren also immer um einiges billiger als der Fleischerladen.

Lange, lange bemerkten die Verbraucher nicht , daß das Schwindel war,  daß ihnen unreifes , „grünes“ Fleisch untergejubelt wurde.
Folge war, die Leute hatten miese Qualität auf dem Teller.

Billiger wurde das Fleisch bei den Supermärkten auch dadurch, daß es nicht edel und fein nach Kundenwunsch zugeschnitten wurde,
sondern das war grober Zuschnitt mit vielem dran, das jeder Metzger im Laden  abschnitt.
Jetzt machten das die Hausfrauen selber und durften Flexen, Häutchen, Fett und Beischnitt selbst abschneiden von ihrem Billigfleisch,
um  dann erst wirklich pfannenfertiges Fleisch zu haben.

Zuguterletzt wurde das Fleisch auch noch in Treader verpackt und mit Folie verpackt:
nun sah man gar nichts mehr,  erst nach dem öffnen der Packung sah man , was man sich für eine Überraschungspackung eingekauft  hatte.

All das hat der Verbraucher mit sich machen lassen!

Erst jetzt entsteht langsam ein neues Bewußtsein für den Fleischkauf, für Fleischqualität.
Viele kennen ja wirklich gute Qualität gar nicht, bzw. nicht mehr.
Sie sind mit dem Supermarkt-Mist aufgewachsen.
Erst dann wenn sie wirklich mal ein gut aufgezogenes und dann gut bearbeitetes und gut gereiftes  Stück Fleisch auf den Teller bekommen,
erst dann erkennen sie den gewaltigen  Unterschied .

Daß ich dieses Thema heute wieder einmal aufgreife hat einen wichtigen Grund:
derzeit geschieht unglaubliches, denn die Ketten,die Supermärkte und Discounter trixen schon wieder auf schlimmste weise.

Immer mehr bieten jetzt Supermärkte auch DRY AGED BEEF  an !

In hochglanz Prospekten in sehr aufwändigen Verpackungen, mit exclusiven Verpackungen und stylischer Aufmachung
will man uns dem Verbraucher weiss machen, wir haben nun auch das beste Fleisch  für dich.
Sieh, auch wir im Supermarkt haben dieses handwerklich und von Spezialisten liebe und hingebungsvoll  gereifte „DRY AGING FLEISCH“  für dich.

Das ist nichts anderes,  als diesen von  Dry Aging Fleisch-Spezialisten geprägten Begriff für sich zu nutzen,
obwohl man gar nicht diese Qualität hat,
und wird letztlich dafür sorgen,  auch diesen  guten  Ruf  von „dry Aged“ verhuntzen, verderben und kaputt zu machen.

Damit wäre Dry Aged in Kürze der gleiche Supermarkt -Dreck wie vieles andere.

Dazu habe ich heute einen wunderbaren Bericht von Sandra Schroeder  gelesen.
Sie ist Metzgerstochter, Journalistin, und hat viel Herz für diese Materie.
Sandra Schroeder beschreibt in ihrem gleichnamigen Blog, wie der Discounter  Netto  in das Geschäft mit  „Dry AGED“ Fleisch einsteigen will. :

Das ist schon als Etikettenschwindel zu bezeichnen, wenn solche Begriffe verwendet werden :

Aber lest  selbst diesen Bericht von Sandra Schoeder durch, sehr schön und aufschlußreich beschrieben:

http://sandraschroeder.de/dry-and-wet-aged-von-netto/

Schönen Tag allen miteinander !

Bernd

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