Spielend leichte Zungenschmeichler

Selbsgemachte Zungenschmeichler

Gelantina de Basiliko

Palle schiuma di salmone

Belle confit di peperoni

Gestern hatte ich ein wenig „Bastelstunde“.

Wer kennt das nicht?
Manchmal , so wie gestern beim ersten richtig herbstlichen Tag hält es einen im Haus und man kommt auf alle möglichen dummen Gedanken, macht mal diese mal das.Einer verzieht sich mit einem dicken Schmöker und Decke auf die Couch, der andere räumt den Gartenschuppen auf, gestern und heute fummle ich etwas in der Küche herum, auch etwas experimentieren.So hatte ich einige vollreife rote Spitzpaprika aus eigener Ernte. Einfach so verbrauchen, für dies und das ? Nee, dafür habe ich sie doch nicht den ganzen Sommer gehegt , gepflegt, gegossen. Sie sind so schön ausgreift und zuckersüß
da fiel mir dann ein: da könnte man fast eine Marmelade, eine Konfitüre davon machen. Also reifte die Idee davon ein Konfit zu machen.
Jaaa das macht schon Aufwand!
Aber ich mache es ja nicht jeden Tag, und ich mache es für mich.Also wurden die Schoten gewaschen, geviertelt und entkernt, dann flach gedrückt. Auf den Rost kam etwas Backfolie und ab ging es mit der glänzenden Seite nach oben in den vorgewärmten Backofen 240 Grad. Aufpassen !
Nach einigen Minuten war die Haut der Paprika zumeist dunkel, schwarz und hatte Blasen geworfen. Schnell noch mal gedreht, die Restwärme nutzend und
nochmal kurz rein in die Röhre.

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Dann durften sie heraus kurz abkühlen und schon ging es daran die Haut sorgfältig und restlos abzuziehen. Das geht wunderbar mit dieser Methode.
Das kurze übergrillen schafft zusätzlich einen schönen Duft und Geschmack und läßt die Paprikaaromen voll entfalten: süß, fruchtig, vollmundig.

Aber das wares ja noch nicht: nun durfte alles in meine Moulinette fein, sehr fein wollte ich es, und das geht ja mit dem Maschinchen flotter wie flott.
Dann kam der Geschmackstest :
Sagenhaft diese Süße, man schmeckt regelrecht die Sonne heraus. Nein da braucht man nichts dazu zu geben, gar nichts.
Man kann da nichts verbessern, aufpeppen. Der ureigene, unverfälschte Geschmack selbst ist so perfekt, natur ist eben natur.

Doch man muß sich schon etwas zusammenreißen, denn man kommt schier aus dem verkosten nicht heraus und schleckt sich die Finger,denn sehr sehr viel bleibt dann nicht ……

Nun sollte es nur noch etwas fester, cremiger in der Konsistenz werden. Geliermittel oder Pektin hatte ich keines, also löste ich 1, 5 Blatt Gelantine auf
und rührte sie darunter.

Und das war richtig, genau richtig, nun hat sie die Konsistenz die ich wünschte.
Man benötigt nicht viel davon, es ist so voll an purem Geschmack es genügt da ein Messerspitzchen und dort und man hat Geschmacksfülle pur.

Wieviel es gab?

Aus 4 gar nicht so kleinen Spitzpaprikas wurde ein kleines Sardellengläschen
mit meinem edlen roten Paprikakonfit.

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Tja und das war es ja noch nicht.

Ich wollte mal was anderes aus Basilikum haben als immer nur geschnitten, gehackt oder als Pesto. Nachdem ich das Paprikakonfit gemacht hatte kam mir die Idee:
ein Basilikumgelee

Ja, das war es , das konnte ich mir gut vorstellen:

z. B. ein Tomaten Carpccio mit süßlich – creamigem Balsamico
und dazu ein fein und nicht derb schmeckendes giftgrünes Gelee aus Basilikum

Also begann der Test damit, daß ich erst mal meinen großen Stock Basilikum ins Haus holte, um an ihm herumzuschnippeln und zu ernten was ich für mein Gelee brauchen würde.
Dann stellte ich ein kleines Töpfchen mit Salzwasser auf, um das frische Basilikum kurz zu blanchieren. Und wie es sich gehört wurde es sogleich wieder eisig runtergekühlt um die Farbe zu erhalten. Abgeseiht und ab in die Moulinette, ein wenig vom Fond dazu und es wurde ein kräftig grünes Fluid.

Inzwischen hatte ich auch Gelantine eingeweicht, löste diese auf und gab sie dazu. Nun durfte alles auf eine Folie aufgebracht, damit man es besser lösen kann als von einem Teller.
Und es war , nein es ist herrlich geworden! Wunderbar aromatisch und so frage ich mich, warum es eigentlich kein Basilikum Gelee in Gläsern zu kaufen gibt?
Soll ich mir ein Copyright geben lassen……

Und alle Dinge sind drei, wenn man schon am fummeln, basteln in der Küche ist. Nun hatte ich:

Rotes Paprikakonfit

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Gelee von frischem Basilikum

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jetzt wollte ich noch etwas, das den Bogen zu meinem Frutti die mare herstellt.
Ein Blick in den Kühlschrank hilft immer:
Aus Sardinen? neee, zu derb
Aus Sardellen? Zu spitz im Geschmack, nee
Aus einem Salmon Spreat, einer Lachspaste von IKEA? ja, das könnte passen !

Also etwas Sahne aufschlagen, und von der Lachsrogenpaste darunterheben und
alles mit etwas aufgelöster Blattgelantine stabilisieren und binden.
In einen Plastikbeutel zum sauberen Ausspritzen und schon lassen sich diese  Kügelchen aus Lachsschaum dressieren. Auf eine Folie aufgetragen und ab in den Kühlschrank.

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Und alle diese drei „Spielereien“ ergaben das hier, schöne kleine Appetizer
die nichts anderes machen sollen , als unsere Geschmacksknospen etwas zzu umschmeicheln und ein leichtes „Ahaaa“ oder „Ohhh“ zu entlocken.
Das ist gelungen, voll gelungen, an einem kühlen herbstlichen Tag an dem man nicht weiß was man treiben soll.

Schönen Sonntag allerseits,
und Spaß beim nachmachen!

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