Klöße, Klöße nichts wie Klöße –

Klöße sind das am meisten aufgesuchte  und beliebteste Gericht in meinem Blog!   Aus der ganzen Welt  schauen Tag für Tag  Leute in „Heute gibts“ nach, wie man Klöße macht, sagenhaft!                                                                              Und auch bei Tante Gurgel liege ich mit  „Heute gibts“   bei Klößen ganz ganz vorne.   Siehe dort unter Bildern.                                                                                                     Deshalb  habe ich für alle,  die Klöße so lieben,  heute nochmal Klöße gemacht.

Nicht überall gibt es die Fertigpackungen im Kühlregal und viele hatten in der Jugend anderes  im Kopf als der Oma beim Klöße machen zuzuschauen.
Tja und heute möchte man auf einen guten selbstgemachten Kloß nicht verzichten, kann doch nicht so schwer sein, wenn das sogar die Ommma geschafft hat ? Lach.

Klöße Halb und Halb

Es ist wirklich nicht so schwer!
Für alle die Klöße so lieben  habe ich heute Klöße gemacht:
Und zwar habe ich die Klöße Step bei Step  gemacht und jeden einzelnen kleinen Arbeitsschritt mit einem Foto festgehalten.                                                                                  Einfacher geht es nicht.
Kartoffeln raus, und loß gehts!

Kartoffeln schälen

Halb und Halb  aufteilen: die eine Hälfte wird gekocht , die andere Hälfte wird auf der Reibe gerieben

Kloßweiß, Haco weiß , evtl  Schwefel oder Schwefelplättchen das braucht man damit die Kartoffeln nicht braun werden  .

Jetzt brauchst du eine Schüssel und die Reiben:
Ich verwende 1/4 der Kartoffelmenge zum fein reiben, 1/4 wird geraspelt                        (die anderen 2/4 werden ja gekocht!)
Und wichtig:  gleich eine gute Messerspitze vom Kloßweiß zugeben, damit sie nicht braun werden.

links Feinreibe  und rechts dann die feine Raspel



Fertig gerieben, jetzt brauchen wir das Baumwolltuch zum auspressen der geriebenen Kloßmasse

Nun  die geriebene Masse durch das Tuch pressen, so daß die Masse trocken ist,den Saft aber auffangen, den brauchen wir noch .

Den Saft in ein Glas geben und die Stärke absetzen lassen:


Die andere Hälfte der Kartoffeln sind nun gekocht, abgegossen und abgedampft und wir brauchen eine Kartoffelpresse zum durchdrücken:

Jetzt  durchdrücken:


Jetzt kommt  die rohe und die gekochte Masse zusammen in eine Schüssel ( Hochzeit…)
eine Prise Salz dazu und vor allem die abgesetzte Stärke aus dem Glas zugeben                     ( Wasser zuvor abgießen!)
Fest mit der Hand durcharbeiten!

Jetzt ist es ganz wichtig einen Probekloß zu machen! IMMER !
und diesen in etwas  kochendes Salzwasser  geben und  5 Min. ziehen lassen.

Jetzt sieht man warum :                                                                                                        das Probeklößlein  hält nicht richtig !                                                                            Ein Großteil hat sich abgekocht, der Kloß ist nicht fest, er ist zu weich!

(Ich habe das jetzt extra so gemacht, damit du siehst was passieren würde wenn man keine Probe macht, die Klöße würden sich auflößen und du hättest nur eine Pampe im Topf! )

So, bei meiner Menge habe ich jetzt nochmal 4-5 gute Esslöffel Kartoffelmehl  zugegeben .


Und nochmal gut durchgemischt:

eine erneute Probe angekocht, und siehe da, man sah schon im Wasser, der hält,

und die 2. Probe sah dann so aus:

Jetzt erst, nachdem die Probe zeigt, er hält,
kannst du die Masse zu Klößen abdrehen, nie vorher!
Sonst war u. U. alles umsonst!

Bei der Menge waren das 6 schöne Klöße. Wieviel Kartoffeln ich verwendet habe siehst du oben.

*****************************************************************

Zusätzliche  Bemerkungen zu allen Fragen die mir in Bezug auf Klöße schon gestellt wurden:

1. Schäler für Kartoffeln: ich verwende einen U Schäler. U Schäler heißt er weil er wie ein U geformt ist. Oben ist dann die Klinge. Bitte achte darauf daß die Klinge Blau ist. Die sind die besten und schärfsten. Gehn fast alleine…..

2. Kloßweiß, oder Knödelhilfe. Wenn du diese Päckchen nicht im Supermarkt bekommst und dir nicht zu helfen weißt, gehst du in die Apotheke und verlangst :
Natriumsulfid, das ist in den Päckchen nämlich drin!
Statt dessen kann man auch die Kartoffeln schwefeln, mit Schwefelplättchen zum anzünden.
Die gibts im Weinbedarfshandel, oder evtl bei einem Winzer . Ansonsten gurgeln… und im Net bestellen.

3. Kartoffelreiben: da gibt es ja die verschiedensten Modelle. Es gibt die eckigen mit verschiedenen Reibflächen, oder die halbrunden die man auch für Kartoffelpuffer verwendet. Ich kenne Leute die verwenden zum reiben auch ihre Küchenmaschine oder sogar ihren Entsafter  ( da ist Saft und Kartoffeln gleich
getrennt sagen die).
Allerdings trixe ich als Fachmann etwas. Es wird ja nur die Hälfte gerieben. Von dieser Hälfte ( also eigentlich 1/4) reibe ich und 1/4 raspel ich fein.  Der geraspelte Anteil macht den Kloßteig  noch etwas Saucenfreundlicher, sieht gut aus und schmeckt einfach besser so meine ich.
also 2/4 gekocht, 1/4 gerieben, 1/4 fein geraspelt

4. Kartoffelpressen gibt es ja auch unendlich viele,  für die kleine Menge habe ich eine aus Kunststoff verwendet. Du kannst dir notfalls auch mit einer Spätzlepresse helfen. Wenn alle Stricke reißen nimmst du einen Kartoffelstampfer und treibst dann die Masse durch ein Sieb…..

5. Kartoffelmehl:  Manche irritiert das oft, denn es  steht vielfach  auch Stärke auf der Packung. Auch im Ausland steht meistens nur Stärke drauf. Meist, meist ist es aber  dann Kartoffelstärke. Notfalls hilft auch Maisstärke, wenn du im Ausland bist und nichts andere bekommst.

6.Kochen und Kochzeit:  Klöße werden in einem gut gesalzenen Wasser abgekocht. Ich gebe bei Kartoffelkößen immer eine halbierte Zwiebel mit ins reichliche Kochwasser, für weitaus besseren Geschmack und Farbe.
Wenn du die rohen , abgedrehten Klöße hineingibst soll das Wasser „wellen“. Das hört dann gleich auf, weil das Wasser erstmal etwas abkühlt. Stelle die Platte auf groß und lasse das Wasser wieder  anfangen zu „wellen“ ( nicht sprudelnd kochen ! und niemals einen Deckel !). Und bedenke: Klöße wollen in reichlich Wasser gekocht werden.
Dann stellst du die Hitze  herunter und läßt sie nurmehr ziehen, bis sie langsam nach oben kommen. Normal große Klöße sind dann nach etwa 20 Minuten fertig.

Und wer immer noch Fragen hat, kein Problem!

Guten Appetit!

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2 Antworten zu Klöße, Klöße nichts wie Klöße –

  1. Kathrin Holas schreibt:

    Servus Bernd!

    Vor den sogenannten Kartoffelknödel habe ich einen ziemlichen Respekt! Da hab ich mich no gar nie drübergetraut. Aber mit deiner perfekten und kompetenten Beschreibung tät’s mich richtig jucken, des amoi auszuprobieren. So einen guten krustigen Schweinsbraten noch dazu und fertig ist die Glückseligkeit – Mhm, da läuft mir des Wasser gleich im Mund zusammen!

    Schönen Abend wünschen wir dir (Kathrin und Wolfgang)

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    • derbayerx schreibt:

      Hallo, Kathrin
      ja ich weiß, daß viele immer etwas Bammel vor dem Kartoffelkloß haben.
      Das war wohl auch der Grund es ausführlich auch per Bild zu beschreiben.
      Gestern waren es Klöße „Halb und Halb“ demnächst werde ich in gleicher Weise und auch so ausführlich “ gekochte Klöße“ beschreiben.
      Gekocht werden alle Klöße! Das besagt lediglich, daß nur „gekochte Kartoffeln“ verwendet werden. Diese Klöße gehen ganz, ganz einfach, verspreche ich dir !
      Stop!
      Es gab schon auch einen Schweinsbraten dazu, den habe ich aber erst heute eingestellt…….
      Vielen Dank, und schönen Tag!

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