Heute gibts Räucherbauch oderRauchfleisch, oder doch ein Wammerl oder Gselchts !

Passend zum regnerischen  und etwas kühlerem Wetter gibts etwas passendes auf denTeller:

Räucherbauch  oderRauchfleisch?                                                                                         EinWammerl?                                                                                                                               oder doch ein Gselchts?                                                                                                       Surfleisch vielleicht ?

Bei meinem Landmetzger habe ich mir ein schönes Stück Räucherbauch geholt, er duftete noch richtig herrlich kräftig nach Rauch .
Erst wollte ich mir da auch ein offenes Sauerkraut mitnehmen aber das ließ ich dann, denn das wird sicher nur aus einer großen Dose stammen….

Da kam mir schon eine bessere Idee, auf dem Rückweg komme ich eh bei meinem Bauern Hofladen vorbei.Dort bekomme ich etwas viel , viel besseres!

Denn da macht man noch selber ein „Fasskraut“, da kommt nichts aus der Dose.
Ich kenne die Bäuerin selbst gut und weiß das was sie so macht zu schätzen. Viel liebe zum Traditionellen und zum Detail.

Fasskraut, was ist denn das?

Früher gabs ja nur das traditionell  in Fässern hergestellt Sauerkraut.
Keine Chemie, kein Pasteurisieren, kein Sterilisieren, keine Zusätze, keine Wärmebehandlung,  und und und
Das Kraut wurde gehobelt, in Holzfässer gestampft, etwas Salz dazu, und je nach Hausrezept ein wenig gewürzt, ein wenig Wein dazu, mit Brettern und Steinen beschwert.
Alles andere überließ man der Milchsäuregärung im Keller.
Das ergibt ein natürliches und geschmackvolles Sauerkraut.

Und ist etwas ganz, ganz anderes als dieses Dosenzeugs, das früh geerntet wird und sozusagen am nächsten Tag in der Dose ist.
Das was die Milchsäure beim im Faß eingelegten Kraut langsam und schonend in Wochen macht, wird dort in den Fabriken  in  Fermentern auf die Schnelle gemacht.
Vorne kommen die Krautköpfe rein und hinten fahren Gabelstapler die Sauerkrautdosen hinaus.

Ja und das gibts bei meiner Bäuerin nicht, und das schmeckt man!

Obwohl schon öfters von mir beschrieben, hier nochmal, wie man ein gutes schmackhaftes Sauerkraut auf den Tisch bringt. Denn leider  muß man immer wieder erleben, daß Sauerkraut recht lieblos zubereitet wird, nicht nur von der Hausfrau, sondern selbst in Lokalen in Franken.

Prinzipiell sollet Sauerkraut immer vor dem kochen probiert werden, denn meist ist es ganz schön sauer, zu sauer.
Das  zuviel bringt man weg, indem man das Kraut ein, besser  zweimal mit Wasser wäscht, das spült das Saure raus!
Dann erst rein  in den Topf.
Dazu dann  geschnittene Zwiebel, Lorbeerblatt, evtl  einige Wacholderbeeren,
etwas Zucker,  und ein Fett.  Gut ein Schweineschmalz, oder auch Resi Schmelz.
Aber edel wirds mit einem ordentlich großen Stück Butter!

Das mit dem Schmalz kann man sich sparen, wenn man so wie ich heute  ein großes Stück Räucherbauch mitkocht, das gibt Fett genug ab.

Natürlich kann man auch einen Schuß Weißwein zugeben, ja gut, auch Champagner.
Ich gebe zudem auch immer etwas Fondor oder so eine Würze mit dazu.

Hier bei uns gibt man auch gerne etwas Kümmel mit hinein.
Das ist zwar nicht jedermanns Sache  aber es macht das Sauerkraut auf jeden Fall  bekömmlicher, leichter verdaulich für den Magen.

So und nun ist alles im Topf, das Kraut, die Gewürze und natürlich der Räucherbauch, Deckel drauf aufkochen und dann gemächlich ziehen lassen.
Dazu gibt es dann entweder  Salzkartoffeln oder einen Kartoffelstampf  der derzeit beliebter als  ein Kartoffelpürree ist.

Und so schauts aus :
Guten Appetit !
1kg Fasskraut
1,5 Kg Räucherbauch
1 Zwiebel
Schmalz
Salz , Pfeffer, Fondor, Wacholder, Lorbeer, Zucker
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