Food design, food styling

Kann euch heute nichts anbieten,
habe ich nichts einzustellen, denn ich war gestern unterwegs, auf einer Bestattung,

da war nichts mit Heute gibts.

Allerdings habe ich mich vor kurzem einmal mit der Anrichteweise der Köche beschäftigt.
Diese unterliegt natürlich einem Wandel und ist sehr dem Zeitgeist angepasst. Natürlich gab und gibt es schon immer die ganze Palette, die ganze Bandbreite. Aber eine gewisse Richtung kann man dennoch dabei herauslesen.

Früher waren Speiseplatten ja auch Kunstwerke , aber eben in einer ganz anderen Art dargeboten, dargestellt. Meist unter einem Motto stehend, stand im Mittelpunkt immmer ein in einer gewissen Ordnug und Akkurat geometrisch fein postiert. Alles hatte eher die Art wie bei einem Gemälde ddie Stilleben z.B . der Früchteteller


 Früher  so !

heute so!                                                                   by danielBumann

Dann kam eher eine Zeit des Überflußes und die Platten , die Speisen wurden ganz im Sinne der Fresswelle in Hülle und Fülle aufgetischt , die Teller waren zum bersten voll, Platten überladen. Ästhetik sieht anders aus.

War man auf Kochkunstaustellungen konnte man dies deutlich beobachten. Mit der Fresswelle wuchs auch die Vielfalt auf dem Zeitschriftenmarkt an: das Thema Essen und Trinken wurde zu einem großen Thema und die beginnende Flug un d Reisewelle brachte es mit sich daß sich der Radius weitete und auch ausländische Gerichte sich immer größerer Beliebtheit erfreuten. Somit bekamen Teller mit bestimmten ungewöhnlichen Gerichten den Touch des ungewöhnlichen , weil das Auge nicht daran gewohnt war.

Und die Gerichte nur abzufotografieren war auch nicht das wahre ,denn es spezialisierten sie Fotografen und Köche darauf Speisen in einen besonderes Licht zu stellen, besonders für eine gelungenes Foto zu arrangieren. Nicht der Geschmack stand für diese im Mittelpunkt, sondern Farbenspiel, die komposition eines Gesamtkunstwerkes, das Arrangement stand im Fordergrund nicht Geschmack und Genuß. Es waren und sind fotografische Speisekunstwerke für das Auge:

Food Design , Food Styling war geboren und umgibt uns permanent.
Sieht man sich heute Food Blogs an, so wird selbst von Hobbyköchen großer Wert auf auf optische Darstellung der Speisen und des Arrangements großer Wert gelegt.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch viel Realismus allerdings mit den Möglichkeiten verbesserter Digitaler Fototechnik und Fotobearbeitung ein Gericht aufzunehmen , wiederzugeben.

Und hier beginnt schon der Spagat: konzentriert man sich nun auf die eigentliche Arbeit
des engagierten kochens oder fotografiert man.
Oder macht man beides man kocht und hat den Foto immer griffbereit. Das kann sehr sehr anstrengend sein und werden zwischen Gemüse , Kühlschrank, Herd, Waschbecken Ofen , Grill, Vorratskammer hin und her zu rasen. Da die Pfanne schwenken, da die Röhre im Auge haben, den Salamander, oder schnell dieses eine Foto machen. Nein, die fette Hand,
geht nicht. Hände schnell waschen… nun ist sie nicht mehr fettig, sondern naß., Das Handtuch auch, man hat keine elektr. Händtrockner in der Küche, einen Dyson wie beim IKEA…

Und der Fotoapparat darf auch keineswegs zwischen Kartoffelschalen und Zwiebelbrunoise herumliegen und vergammeln. Und schon hat man wieder einen Arbeitsgang nicht im Bild festgehalten, verflixt nochmal.
Ja, und ein Foto so auf dem übervollen Arbeitstisch ist auch nichts. Und überhaupt : dort ist das Licht nichts, dort ist das Licht gut aber kaum Abstellmöglichkeiten. Drüben im Speisezimmer ist das Licht Mittags gut, auf der Terrasse ist es Nachmittags gut zum Bilder schießen und der Strahler ist zu grell, der andere zu blaustichig.

Alles Aspekte über die sich der gemeine „Anschauer“ eines Postings keine gedanken macht.

Anders bei den Profis:
Wie es schmeckt, egal ist ja nur für das Foto Shooting
Ob es gar ist ? Egal , isst eh keiner
Haben die Pasta noch Biss oder sind überkocht? Egal
Glänzt etwas nicht ? kein Problem Miniatur Farbpistolen geben die richtige Farbe, den richtigen Glanz.
Dampfen ? Dampfen darf gar nichts, beschlägt die Linse, Dampft es nicht und das Shooting dauert zu lange , habe ich zu Hause kaltes Essen. Beim Foto Shooting isst man nicht, da wandert es in die Tonne.

Ich habe eine kleine Canon Ixus, mit der ich hin und her wiesele. Beim professionellen Shooting sind ettliche verschiedene Spiegelreflexkameras mit div. Objektiven im Einsatz, Reflektoren, Scheinwerfer und und und.

Dann komnt noch etwas ganz anderes zum tragen: Mode

Viele Köche haben den Food Designern, den Food Stylisten nachgeeifert und richten minimalistisch ihre Speisen an. Das hat etwas von der Molekularküche 5 Tropfen Sauce auf dem Teller verteilt sollen das Jupy Heh erzeugen und zu Jubelstürmen mit dem explodierenden Honignebel über einer haselnußgroßen Sandorneiskugel führen.

So etwas ist orgastisch zu fotografoieren!

Sorry da kann ich nicht mithalten .

Will ich nicht mithalten. Müssen . Wollen. Dürfen.

Das sollen Gedanken sein die ich mir manchmal beim Betrachten von Hochglanzbildern in bestimmten Magazinen mache.

Hier eine gewisse Auswahl:

by doris moser


by http://www.demotix.com/news/1441065/food-design-show-underway-kamppi-helsinki#media-1440958




http://www.spirithouse.com.au/funstuff/food-styling-for-spirit-house-book/


simmerandboil.cookinglight.com

paul Grimmes

by doris moser

by Bernd , derbayer

by Bernd , derbayer

 und alles mit der da….  

alles ehrlich, alles zum Essen, alles essbar !

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