Bruschetta mal so,mal so….

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Bruschetta

Der kleine italienische Snack, die Bruschetta von Tomaten hat sich gemausert , sie hat auch hier in vielen Haushalten Einzug gehalten.Da haben die vielen italienischen Restaurants doch etwas erreicht, denn dort bekam  man diese stets gerne als Appetizer  serviert.

Es ist immer wieder erstaunlich daß die Schlichtheit  bestimmter Speisen sie so unwahrscheinlich  beliebt macht. Denn was macht schon eine  Bruschetta aus, es ist so simpel :

Mann nehme ein  Weißbrot, ein franz. Brot, röste es etwas an, reibe es mit Knoblauch ein, etwas Olivenöl darüber, und dann ?

Dann normalerweise entkernte vollreife Tomate,  fein gehackt, feinste Zwiebelwürfel , etwas gehacktes Basilikum, Öl , Salz, Pfeffer gemischt,  und auf die gerösteten Scheiben geben, fertig .

Und wenn ich mich immer nicht entscheiden kann,welche Bruschetta ich mache dann gibts eben zweierlei.
Denn Bruschetta gibt es weiß Gott nicht nur mit Tomate!
In Italien bekommst du sie mit allem möglichen:
mit  Pilzen, egal ob Pfifferlinge, Steinpilze, Champignons usw.
mit Käse  auch hier mit verschiedensten Sorten
oder auch mit Fisch, mit Frutti di mare, mit Shrimps , Scampis usw

Und ich hatte von neulich einige Pfifferlinge  eingefroren, die waren schnell angeschmort und dann etwas mariniert.

Also gab es beide Arten von Bruschetta und das sah dann so aus bei mir heute:


Und hier mit Pfifferlingen

Guten Appetit

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Coburger Rostbratwurst die Königin unter den Bratwürsten

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Wenn einer eine Reise tut, dann weiß er zu erzählen.
Diesmal ging  der Ausflug nach Coburg.
Wenn ich nur den  den Namen der Stadt höre denke ich sofort an die nach der Stadt benannten  Coburger Rostbratwurst.
Ich bin mir sicher, daß ich noch nie in Coburg war, ohne eine Bratwurst zu essen.

Franken ist bekannt für seine allererste Qualität und Vielfalt seiner Wurstwaren, besonders aber auch der Bratwurst.
Es ist nicht nur der Wein, nein, auch die Bratwurst hat Franken sozusagen der Welt geschenkt.
Wer kennt sie nicht, die :

Nürnberger Bratwurst
die Fränkische Bratwurst
die Coburger Bratwurst

es sind noch mehr, denn jeder Landstrich hat seine eigene Rezeptur seine Eigenheit.
Dabei gibt es schon einige Kilometer weiter im benachbarten Thüringen auch schon wieder eine Berühmtheit unter dem Bratwursthimmel.
oder ein wenig weiter in die andere Richtung nach Nürnberg mit seinen kleinen Nürnbergerli
Die Coburger Bratwurst  hat aber einige ganz spezielle Besonderheiten, die aus ihr das macht was sie ist : einmalig!

Da ist einmal der Darm, das ist nicht wie anderswo ein Schafsaitling, es ist auch kein gewöhnlicher Schweinedarm wie bei vielen anderen,
es ist ein ganz spezieller Schweinedarm, sozusagen  nur eine Schicht von einem Schweinedarm, das macht es aus, den

BENDEL

so nennt man den speziellen Darm, besonders dünn und dadurch zart, man kaut überhaupt nicht auf dem Darm herum und ist defakto nach dem braten nicht mehr zu spüren. da ist es auch notwendig, daß die Coburger Bratwürste lockerer gespritzt, gefüllt werden damit sie nicht so prall sind.

Die nächste Besonderheit ist das braten den Coburger. Sie werden auch über offenem Feuer gegrillt,  aber


nicht über einem Gasgrill
nicht über einem Holzkohlegrill
nicht über  Buchenholz wie z.B. in Thüringen
nein, die Coburger Rostbratwurst  wird über Zapfen gebraten.

Halt, nicht über Tannenzapfen (die gibts) nicht über Fichtenzapfen (die gibts nicht) sondern sie werden über trockenen Kiefernzapfen gegrillt.
und das seit ewig und 3 Tagen und seit Menschengedenken.

Und genau das hat der Coburger Bratwurst im Frühjahr erheblichen Ärger eingebracht.
Irgendein Institut fand heraus, daß angeblich beim Grillen auf den Kiefernzapfen  krebserregende Stoffe entstünden.  Schnell sprang die ganz Maschinerie das laufen an: Behörden nahmen sich der Sache an, selbst Richter, aber auch  die Politik und am allerschlimmsten mal wieder die Medien , die die Angelegenheit puschten und puschten und die Frage stellte ob nun alle Coburger den Krebstod finden würden.
Fürchterlich!

Die Coburger Bratwurst gibt es schon seit 1498 , denn da ist sie bereits erstmals erwähnt  und jetzt plötzlich das:
Jahrhunderte geschieht das Braten auf den Zapfen, nie wurde bekannt, daß Coburger öfters an irgend etwas erkranken würden wie anderswo.

http://www.br.de/nachrichten/oberfranken/coburger-bratwurst-grillverbot-100.html

Doch die Maschinerie, insbesondere die Medienmaschinerie war am vollen laufen. So entschieden sich die Verantwortlichen dafür, das gewerbliche  braten der Coburger Bratwurst auf Zapfen erst mal zu untersagen.

Coburg stand Kopf. Man ließ also der Bevölkerung weiter das grillen mit den Zapfen. Privat ja , gewerblich nein. komisch
http://www.infranken.de/regional/coburg/Wie-gehts-weiter-mit-der-Coburger-Bratwurst;art214,712367

Also wird nun ähnlich wie im benachbarten Thüringen mit Buchenholzstücken
gegrillt und nicht mehr mit Zapfen, die den besonderen Geschmack, das besondere Aroma  der Coburger ausmachten. So auch bei meinem Besuch in Coburg auf dem Marktplatz wo ich schon von weitem den Rauch der Würstchenbude sehen und auch riechen konnte:

Selbstverständlich führte uns der Weg zu allererst schnur stracks zur Würstchenbude, damit wir uns unsere Bratwurst  holen . Und da kommt eine weitere Besonderheit, man hat keine normalen Brötchen, Semmeln, Kipf, sondern kleine Weckla. Diese werden nicht seitlich waagrecht eingeschnitten, sondern von oben her senkrecht.  Das soll verhindern , daß die Bratwurst  seitlich heraus fällt.
Und auch wir bestellten uns sogleich unsere Bratwurst:

Ein Blick zum Grill  zeigt das hitzige , rauchende , qualmende auf dem Grill
der in der kleinen Bude eine schier unerträgliche Hitze erzeugt, wo es draußen im Schatten schon 33 Grad, hat und die Bude steht mitten auf dem Marktplatz!

Der Ärmste, der Bratwurstgriller !

Nach der Stärkung ging es schnurstracks in die Coburger Traditionsmetzgerei Fischer, denn ich wollte unbedingt auch noch welche mit nach Hause nehmen. Eine klasse fränkische Metzgerei mit einem tollen Angebot , das das Metzgerherz in mir hochschlagen ließ und so kam ich nicht umhin das auch der mich bedienenden Verkäuferin zu sagen, daß mich der Laden begeistert!

Als ich wegen der Hitze mit etwas mulmigen Gefühl meine Bestellung
aufgab , bat ich die freundliche Verkäuferin ob sie mir das nicht etwas gut einpacken könne, wegen der Witterung  und der anstehenden Heimreise.
Und was machte die Fachverkäuferin für mich, sie schweißte Nürnbergerli und Coburger Bratwurst jeweils extra ein  in Folienbeutel, dann nochmal in Alufolie, zusätzlich  gab es noch einen Beutel mit Crasheis dazu und alles zuguterletzt tropengercht verpackt in einer speziellen Kühltasche!
Hier die Bilder dazu , damit es auch jeder sieht.

die gab es als Zugabe auch noch!



So war es verpackt, samt Eis zusätzlich:

Und alles oben in der roten Kühltasche für nur 1 Euro


Das ist eben der Unterschied  Fachgeschäft, Fachverkäuferin, Service.

Probiert das mal bei einem dieser greuslichen Discounter, die pfeifen dir was.
Daher mein Appell : Kauft bei den Fachgeschäften, euerem Metzger , Bäcker ein,  damit  sie nicht  vollends verschwinden.


Und mit den Coburger Bratwürsten im  Bendel, typisch das weiße Fett für den Bendel:


und ab auf die Grillpfanne:

Soooo gut schmeckten die Coburger  bei den sommerlichen Temperaturen mit dem saftigen fränkischen Kartoffelsalat:


Was habe ich dann damit gemacht,mit den kleinen Nürnbergerli?
Das da :

Die Coburger Bratwurstgeschichte :
http://www.genussregion-oberfranken.de/spezialitaeten/spezialitaeten_von_a_z/c/335/coburger_bratwurst/details_39.htm
Geschichte der Bratwurst:
http://die-nuernberger-bratwurst.de/index.php?id=3783

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Herrlich sommerlich erfrischend : Tarte aux Citron

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Tarte aux Citron

Diese Tarte stelle ich heute zu gerne in meinen Blog ein.
Denn sie ist mir vorzüglich gelungen und rundherum ist nichts auszusetzen.
Wann gelingt einem das mal , daß man selbst bei kritischer Betrachtung nicht aber auch gar nichts auszusetzen hat. Und das war heute der Fall.

An einem der heißesten Tage des Jahres und weit über 30 Grad einen Kuchen zu backen, das glaubt mir niemand aus  dem Freundeskreis.  Kein Wunder daß es dann eine fruchtige erfrischende sein sollte. Daß die Tarte  dann auch noch so gut gelingt,  freut einen halt.

So jetzt will natürlich jeder eine Punktgenaues Rezept. .
Aber wer mich näher kennt, wer Köche kennt, der wird schon wissen, daß da grammgenaue Angaben nicht gemacht werden können. Denn bei mir wie bei vielen anderen auch, wird aus dem Handgelenk , aus der langen  Erfahrung heraus gearbeitet. So, wie es auch bei vielen Omis ist : 1000 mal gemacht und es kommt aus dem Handgelenk.

Ich wollte einen Kuchen und ich liebe Quark, in Österreich auch Topfen genannt.  Damit kann  man sehr gut variieren und spielen. Es sollte also kein Käsekuchen werden, sondern etwas fruchtiges, etwas sehr fruchtiges, erfrischendes. Quark ist saftig, ist frisch und man kann fast alles mit ihm variieren,  mischen.

Und so überlegte ich Zitrone oder Limette?  Doch die Entscheidung fiel schnell, ich hatte  schöne reife Biozitronen. Bei den Limetten war ich mir da nicht so sicher.
Zuerst wie immer bei einer Tarte  brauchts einen Mürbteigboden.
Einen blind gebackenen, das heißt, erst wird der Boden blank,ohne nichts gebacken . Erst dann kommt die Tartefüllung darauf und wird erneut gebacken.
Diese Methode sorgt dafür, daß der  Boden später cross  und nicht aufgeweicht ist.
den Mürbteig mache  ich nach der 1-2-3 Methode
100 gr Zucker
200 gr Butter /Margarine
300 gr Mehl
1 Ei
alles gut durchmischen , zu einem Kloß formen , in einen Plastikbeutel  und für 30 min in den Kühlschrank

In  dieser Zeit kann  man den Ofen anstellen auf 180 Grad
und den Tarte Belag machen.

Dazu habe ich 1 Packung mit
500 Quark (Topfen) in eine Schüßel gegeben, dann etwa
400gr Joghurt,
125 ml Sahne (Obers)
125 ml Buttermilch
3/4 Päckchen Puddingpulver oder 2 gut geh EL Stärke
alles gut mit dem Schneebesen verrühren.

jetzt von 2 Bio Zitronen  die Schale abreiben.
die 1 Zitrone auspressen
von  der 2. Zitrone die Schale samt der weißen Fruchthaut gut abschneiden
und das Zitronenfruchtfleisch  in  feine Würfel schneiden.
den Zitronenabrieb, den Zitronensaft, das Zitronenfleisch zur Quarkmasse  dazugeben und gut unterrühren.

Das alles  wird nun sehr sauer schmecken denn wir müßen ja noch Zucker zugeben.  Gebt erstmal 2 Tassen Zucker dazu ( wer das nicht mag, nimmt Süßstoff dgl), ich denke ich hatte schon etwas mehr und zusätzlich ein Packerl Vanillezucker.

Jetzt dürften die 30 min Ruhezeit für  den Mürbteig zu Ende sein und man kann  ihn  verarbeiten.
Diese Mürbteigmenge halbiere ich, sie reicht mir für 2 Böden  (27 cm), da ich den Boden gerne sehr dünn mag.
Dazu den Mürbteig zu einem Knödel formen, dann in etwas Mehl flach drücken.
Jetzt kann der Teig auf ein Backpapier, ein weiteres Backpapier darüber und nun ausrollen.
Dann  die Form einfetten und mit dem  Teig auslegen .
Den Teig mehrfach mit einer Gabel einstechen, dann darüber ein Backpapier und das mit  Erbsen dgl beschweren, und ab gehts in den Ofen
bei 180 grad.  Nach ca 14, 15, Min. die Erbsen  vom Teig nehmen so daß er auch von oben ein wenig Farbe nehmen kann.
Gut aufpassen und  dann herausnehmen.

Jetzt kann die fertige Quark – Zitronenmasse eingefüllt werden.
Bei  mir blieb ein wenig über für ein Dessert.
Die Masse mit einer Spachtel schön glatt ziehen und die Tarte in den Ofen geben. Nach etwa 20, 25  Min herausnehmen ( sie sollte möglichst keine Farbe bekommen haben)  und  abkühlen lassen.

Zuvor hatte ich noch eine Zitrone  in dünnste Scheiben geschnitten in reichlich Zucker gewendet, festgedrückt,
auf ein EW Tuch gelegt und draußen an der Sonne kandiert, fest werden lassen.
Zusätzlich habe ich die grüne Zeste einer Limette fein abgeschält und sehr fein gehackt, zur späteren Dekoration der Tarte.

Nach dem durchkühlen im Kühlschrank habe ich etwas klaren Tortenguss mit Zitrone gemacht und die Tarte damit dünn eingepinselt.
Dann wurden die kandierten Zitronenscheiben  zur Deko aufgelegt,  diese auch mit Guss bestrichen und zuguterletzt die gehackte Limetten-Zeste verstreut.

Fertig!

Wunderbar cremig, nicht zu fest von der Konsistenz, herrlich abgestimmt in der fruchtigen zitronigen Säure und Süße.

und so hat sie dann ausgesehen:


Viel Spaß und Erfolg beim nachbacken!

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Wenn Schwammerl auf Abenteuerreise gehen (Teil 2)

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Natürlich möchte ich alle Schwammerlfreunde nicht im unklaren lassen was ich nun mit den weitgereisten Pfifferlingen veranstaltet habe.
Wie ich schon im ersten Teil   http://heutegibts.wordpress.com/2014/07/16/wenn-schwammerl-auf-abenteuerreise-gehen/   schrieb,
hatten die Pfifferlinge  (durch das Wochenende im Lagerhaus) bedingt eine Zwangspause einlegen müßen.
Das tat ihnen nicht so gut, obwohl ich sie sofort an die Luft und zum abtrocknen gab.

Aber keine Sorge !
Ein anderer, unerfahrener hätte wohl Fracksausen bekommen und sie entsorgt, ich allerdings nicht.
Und so ging ich her und haben sie Stück für Stück begutachtet, geputzt und  aussortiert. So blieb doch noch anständig etwas brauchbares für den Kochtopf zurück.

Und so  wollte ich gar nicht mehr so sehr zaubern mit den strapazierten
Schwammerln und entschied mich für einen Klassiker :

Östreichische Eierschwammerln
in einer Rahmsauce
Semmelknödeln oder besser gesagt
Speckknöderln
Und als Vorspeise ließ ich  mir zuvor noch ein

Pfifferling Bruchetta mit Ei
schmecken

Ja, nicht wundern , auch bei der Wärme wollte ich auf die Knödel nicht verzichten,  ich liebe dieses klassische Gericht so sehr.  Und so schlimm ist das auch nicht mit dem Knödel machen:

Ich habe mir 6 Semmeln  in feinste Scheiben mit der Maschine geschnitten.
Dann  einige Scheiben Schinkenspeck in Brunois (  feinste Würfel) schneiden  , ebenso 2 Zwiebeln.
Dann  braucht es noch heiße Milch  und 2 Eier. Gewürzt werden sie mit etwas S+P , Muskat kann , muß aber nicht und reichlich Schnittlauchröllchen und fein gehackte Petersilie zugefügt.  Auf diese Menge reicht  dann eine gute große Tasse heiße Milch.  Alles gut durchmengen und stets ein Probeklößchen machen , ehe man den Rest abdreht.

Hier nochmals sehr ausführlich beschrieben:
http://heutegibts.wordpress.com/2012/11/19/semmelklose-und-serviettenklos/

Die Hälfte der angeschmorten  Schinkenwürfel und Zwiebeln hatte ich zum anschmoren der Pfifferlinge auf Seite gestellt und  durften nun zum Einsatz kommen .
Denn darin wurden nun die Pfifferlinge  angeschmort und ein herrlicher Duft stieg auf. Nur ein wenig mit S+P würzen  und etwas schmoren lassen.
Dann kamen sie auf die Seite.

Ein  kleiner  Teil der  geschmorten Pfifferlinge wurde gleich mal abgezwackt  denn dieser wurde sogleich unter aufgeschlagenes Rührei gehoben,
reichlich Schnittlauch und Peterli dazu und wurde dann auf geröstetetem  Franz. Brot  angerichtet das sah dann so in der Abenddämmerung aus:

Währenddessen hatte ich bereits die Semmelknödel abgedreht und ins leicht gesalzene  Kochwasser gegeben.

Nichts ist so einfach zu machen wie eine  Sahnesauce , in die dann  die Pfifferlinge hineinkommen. Ich selbst bevorzuge eine reine Sahnesauce, also nicht irgendeine andere  mit Sahne aufgepeppte  Sauce.  Das geht einfach, denn man läßt die Sahne nur aufkochen und  langsam reduzieren; gewürzt wird nur mit etwas Zitrone, etwas S+P.  Der Geschmack  ergibt sich dann hauptsächlich von den zugegebenen bereits vorgeschmorten Pilzen samt  Speck und  Zwiebel.
Denn  zuallererst sollte der Eigengeschmack wirken und hervorgehoben werden.
Gerne wird auch etwas Grand Jus oder ein Hauch Demiglace mit unter die Pfifferling-Rahmsauce gezogen.
Das soll etwas Farbe geben und ein wenig mehr Gehalt in der Sauce.

Dann wurde auch bei mir angerichtet und so sah es dann aus, draußen auf der Terrasse in der abendlich untergehenden Sonne,
die so schöne Bilder auf den Tellern zeichnet

Aus einem kleinen Rest mache ich morgen eine
Pfifferling -Schwammerlsuppe
und mariniere  auch wenige  Pfifferlinge für eine kleine Vorspeise.

Mit den nächsten Pfifferlingen werde  ich mir dann eine etwas raffiniertere
Rezeptur aussuchen, der Saisonbeginn mußte so sein !

hier noch etwas zum Appetit machen :
http://heutegibts.wordpress.com/2013/07/12/1995/

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Wenn Schwammerl auf Abenteuerreise gehen (Teil 1)

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Schwammerlzeit,

Das mußte ich vor einigen Tagen feststellen, als ich in einer Facebook Gruppe las, daß eine Frau etliche Pfund Pfifferlinge gefunden habe. Mir verschlug es die Stimme.  Sogleich liefen Bilderfolgen  vor meinen Augen ab, von Zeiten in  denen ich selbst noch leidenschaftlicher Schwammerlsucher war und selbst solche Tage erleben durfte.

Es sind unheimlich erhebende Momente, wenn man im Wald ist, tausend mal davon geträumt hat daß der Wald gelb, vor einem erscheint, gelb vom leuchten der Pfifferlinge. Erwischt man dann mal eine Ecke die tatsächlich gelb erscheint, weil so viele Pfiffer auf einem Eck stehen, dann erfassen eine regelrecht Glücksgefühle, die einen fast schweben lassen. Es isz ein Genuße einsolch erhebendes Gefühl, wenn man solche Tage beim Pilze suchen  erwischt. Oft, oft passiert das einem nicht, in  einem Pilzsucherleben.

Und beim lesen auf Facebook mußte ich genau daran denken. Wie es G. wohl ergangen sein mag, wie sie das wohl empfunden hat.

Beneidet, beneidet habe ich sie nicht, vielmehr habe ich mich unbandig mit ihr gefreut, daß sie am richtigen Tag zur richtigen Stunde am richtigen Ort war, denn das gehört unbedingt dazu.
G. hat dann bedauert daß ich so weit weg sei , da sie mir ansonsten gerne welche zukommen lassen möchte. Eine andere Userin machte ihr den Vorschlag die Schwammerl auf etwas feuchtem kühlenden Moos und Fichtenzweigerln zu versenden noch dazu da es derzeit nicht so warm sei.
Tja und was soll ich sagen, G. sagte zu und am nächsten Tag schrieb sie mir,
der Pfiffer, das Päckchen sei versendet und unterwegs.

Denn so dachte ich dann auch: wenn Pilze aus Estland, Litauen, Bulgarien oder sonst wohin  auch erst gesammelt werden , dann in Sammelstrellen kommen, dann von a nach b in Depots unterwegs sind, verpackt werden  um dann endlich die Reise nach D oder Au anzutreten, dann sollte der Postversand auch möglich sein.

Ach was habe ich mich gefreut und war schon sehr gespannt. 3 Tage vergingen, ohne  daß ein Postbote bei mir klingelte. Beide waren wir zutiefst enttäuscht. Zum einen über die Post zum anderen wegen der Befürchtung daß sie unbrauchbar wären. Heute am  4. Tag läutete der Postbote endlich und brachte mir die heiß ersehnte Fracht.

Sofort ging ich daran das Päckchen zu öffnen und mich strahlte ein kräftiges gelb von Pfifferlingen an :

Sogleich habe ich sie begutachtet , festgestellt das sie wohl etwas geschwitzt hatten, feucht waren. Also gleich heraus und offen an die Luft gelegt, wo sie nun etwas abtrocknen dürfen nach der langen Reise.

Tja, noch ehe ich mir Gedanken mache, was ich nun damit machen werde,
möchte ich mich sehr herzlich  bei G. bedanken. Es zeigt auf, daß auch im Net,den sozialen Medien wie facebook  wertvolle Kontakte entstehen zu Leuten , die man sonst nie kennenlernen würde. Viele Verbindungen zu Menschen entstehen die man sonst im realen Leben nie kennen lernen würde.

Dafür bin ich dankbar und sehr erfreut liebe G. !!

Natürlich werde ich berichten was ich mit den Schwammerln gemacht habe, was aus ihnen wurde. Und natürlich werde ich mir auch etwas einfallen lassen, womit ich dir eine Freude machen kann.

Vielen  herzlichen Dank einstweilen.

 

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Blond oder Dunkel welches Brot magst du ?

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Brotbacktag

Nach der so erfolgreichen WM  ist nun wieder Alltag da, und Appetit auf frisches Brot hatte ich auch wieder einmal.

Schon so oft hatte ich von diesem „ No Kneat Bread“  gelesen, also dem Brot das man nicht kneten müßte , weder mit Händen noch mit der Maschine.
Zudem hat es noch eine Eigenheit , es wird nicht offen im Ofen auf einem Blech oder Stein gebacken, sondern der Teig wird in einen Topf verfrachtet  (es gibt sogar extra Brotbacktöpfe , Gußeisern) die nicht mal so billig sind.

Das hat mich schon immer mal gejuckt das auch auszuprobieren, zumal es nur mit  einem erbsengroßen Stück Hefe und ohne  Sauerteig geführt wird.
Also habe ich den dazu passenden Link ausgekramt.
Eine Österreichische Bloggerin Katha(rina Seiser)  hat sich bereits sehr ausführlich mit diesem Brot  beschäftigt( 4 Teile).
Also habe ich mich daran gehalten :
http://www.esskultur.at/index.php/2009/04/26/das-brot-teil-1/

Zudem gibt es ein Filmchen auf youtube, indem die Arbeitsgänge und die simple Arbeitsweise gut zu sehen ist :
https://www.youtube.com/watch?v=13Ah9ES2yTU

Und falls das Experiment nichts werden würde, habe ich  mir ein zweites Brot herausgesucht  beim Stöbern.

In Südtirol backt meine Pensionswirtin immer ein sehr gutes Brot.
Auf das Rezept angesprochen sagte sie mir daß sie seit ihr Brot  nur nach diesem alten Südtiroler Rezept backen würde.
Ich hab es schon oft gegessen, also wird es  nachgemacht heute:

http://www.suedtirol.info/Wissenswertes/Suedtirols-Kueche–Rezepte/artikel/32867636-a9c7-4c41-9481-2e4b4e9dfbfa/Roggenbrot.html

Und so sind sie dann geworden die beiden:

Das hier ist das „no kneat bread“  das nicht zu knetende. Ein weißes Brot.

Und das hier ist das Südtiroler Roggenbrot.
Sehr sehr herzhaft.

Ein Traum von einem Brot.
Wunderbar  würzig mit den angegebenen Gewürzen, das passt einfach und schmeckt sagenhaft.
Meine Backempfehlung : unbedingt nachbacken!!

Ich konnte und wollte nicht anders , obwohl zu später Stunde mußte ich das noch warme Brot anschneiden und habe es mit frischer Butter genossen, was muß ich euch erzählen : traumhaft!

Gutes gelingen beim nachbacken

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Gebratene Nudeln Asia Style

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Schon länger hatte ich mir nichts mehr asiatisches zubereitet.
Nein kein bestimmtes Original Gericht. Davon gibt es auch nicht sehr viele dort.

Alles ist viel eher  improvisiert und richtet sich eher nach den vorhandenen Zutaten. Und die bestimmen dann,  wie und aus was das Gericht zubereitet wird.

Eigentlich ist das gut bei uns in den  Chinesischen , Thai oder anderen asiatischen Lokalen zu sehen.

Hier bei uns haben die Asiaten ihre Küche  strukturiert und das kannst du auf jeder Speisekarte sofort sehen.

Meist ist es so, daß es eigentlich nur  6-8  Gerichte gibt.
Süß-sauer
Süß- sauer scharf
Curry rot
Curry grün
mit Gemüse
Scharf
Sehr scharf

das gibt es dann mit
Huhn (Chicken)
Schweinefleisch
Ente
Rindfleisch
Fisch
Shrimps
das wären dann 7x 6  sind 35  Gerichte

Diese gibt es dann wieder mit :
Reis
Nudeln
Glasnudeln

Dann noch einige spezielle Currys, einige Entengerichte, und vielleicht noch
irgendwelche Teigtaschen, also nicht nur  die überall erhältlichen „FLÜLINGSLOLLEN“

So einfach sind die Speisekarten der meisten Asiaten hier gebastelt, zugeschnitten auf den deutschen Geschmack, ähnlich wie bei den Italienern oder Griechen. Das was  hier als Pizza verkauft wird, damit würde man in  Italien pleite gehen. Ebenso als Grieche.

Auch hier wie in allen Großstädten sind inzwischen Asia – Fast Food Läden in den Fußgängerzonen, wo einem vor den Augen irgendwelche Nudelkombinationen nach dem oben geschilderten Muster angeboten werden , to go natürlich. Ich frage mich wie man im stehen oder laufen seine gebratenen Nudeln  mit Gemüse essen soll. Aber es sind immer großen Ansammlungen und Schlangen vor diesen Läden , die offensichtlich Döner Buden verdrängen. Ähnlich auch diese SB WOK-Läden in denen  man wieder  nach dem obigen Schema sein Gericht im Wok während man zusieht zubereitet bekommt.

Das brauche ich nicht,  das mache ich mir hin und wieder selbst. Und heute war wieder so ein Tag. Und  Zeit meine  Kräuter mal  wieder in einem Asiagericht unterzubringen.

Also habe ich Thainudeln abgekockt, mit etwas Colorante,  wie es auch für  Paella verwendet wird, das macht sie so schön leuchtend gelb , auch mein Auge ißt mit. Und gefrorene Thaigemüsemischung habe ich immer im TK,
Fleisch habe  ich auch  in feinste Scheibchen zwecks schneller Garung geschnitten. Dann Frühlingszwiebeln, etwas Paprika, Chilis, Ingwer, Knoblauch.   Schnibbeln , schnibbeln ist stets Pflicht und die meiste Arbeit beim asiatischen kochen. Dann Kräuter holen im Garten:
Ich habe genug davon :

Koriander

5 erlei Basilikum von 7 die ich anbaue

und Rau Ram .

Und nachdem die Nudeln abgekocht waren durfte zuerst das Fleisch an- geschwenkt werden , beiseite stellen.
Dann das Gemüse anschwenken, beiseite stellen-
dann die Nudeln anschwenken, Fleisch dazu, das Asiagemüse dazu , dann  die Kräuter, die Gewürze,  nur leicht salzen und etwas  Chillie Garlik paste dazu, fertig alles andere machen die Kräuter.

Und die ganze Farbenpracht anrichten.
Etwas Soyasauce dazu oder Fischsauce oder etwas cremigere Mushroomsauce.  Ich habe einen ganzen Schrank voll davon und kann also immer etwas variieren.

Und bei mir hat das so ausgesehen :

Guten Appetit!

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